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Titelbild des Reports 2/2005

Titelseite des BGIA-Reports 2/2005

Qualitätsbasierter kritischer Review der epidemiologischen Literatur: Karpaltunnelsyndrom und Beruf (BGIA-Report 2/2005e)

Deutschsprachige Zusammenfassung des BGIA-Reports 2/2005e: Das Karpaltunnelsyndrom (KTS) ist eine Erkrankung im Handgelenk, die durch eine Kompression oder Entzündung des Nervus medianus (Mittelhandnerv) entsteht. Zu den gesicherten Risikofaktoren zählen Alter, Geschlecht, hormonelle Veränderungen und Stoffwechselerkrankungen. Der Zusammenhang zwischen KTS und körperlichen Aktivitäten, einschließlich Belastungen am Arbeitsplatz, ist hingegen weniger klar. Die vorliegende Studie soll zur Klärung beitragen. Es wurden 334 Aufsätze aus den Publikationsjahren 1997 bis 2003 ausgewertet. In diesem Report werden die Ergebnisse und Zusammenfassungen aus 34 arbeitsepidemiologischen Studien, die spezifische Qualitätskriterien erfüllten, dargestellt. Bei einer geringen Anzahl von Studien wurden repetitive Arbeiten und KTS einheitlich definiert. Die Ergebnisse weisen auf einen schwachen Zusammenhang zwischen repetitiven Tätigkeiten und einem KTS-Risiko hin. Bei drei Studien wurde das Arbeiten mit Kraftaufwand als Einflussfaktor auf das KTS-Risiko genannt. Da die Definitionen von Belastung und Wirkung nicht vergleichbar waren, können keine gesicherten Evidenzen für diesen Zusammenhang abgeleitet werden. Es liegen keine abgesicherten Evidenzen aus der Epidemiologie vor, um auf einen Zusammenhang zwischen weiteren Arbeitstätigkeiten und KTS zu schließen. Insgesamt hat sich die Qualität der Forschung, die sich mit dem Zusammenhang zwischen beruflicher Tätigkeit und KTS beschäftigt, seit 1997 verbessert. Es gibt jedoch immer noch keinen "gold standard" für die medizinische Diagnostik. Dieses Problem sollte noch gelöst werden. Zukünftige Untersuchungen bzw. Literaturauswertungen sollten berücksichtigen, dass die Prävalenz bzw. die Inzidenz und die Risikofaktoren für KTS in starkem Maße von der verwendeten Falldefinition abhängen.

 

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der vollständigen englischsprachigen Version des BGIA-Reports 2/2005e