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Qualität in der Prävention - Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Präventionsdienstleistungen der gewerblichen Berufsgenossenschaften
Branche(n): -branchenübergreifend-
Gefährdungsart(en): -Verschiedenes-
Schlagworte: Prävention, Qualitätssicherung, Wirtschaftlichkeit und Arbeitsschutz
Status: laufend seit 05/2004
gefördert durch: Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung e. V. (DGUV)
Projektdurchführung: BGAG - Institut Arbeit und Gesundheit der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, SiGe - Abteilung Sicherheit und Gesundheit der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, BGIA - Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicher
weitere Stichworte zum Projekt:
Präventionsdienstleistungen (Beratung, Ermittlung, arbeitsmedizinische und sicherheitstechnische Betreuung, Überwachung, Schulung, Informationsmaterial, Unfallverhütungsvorschriften, Zertifikate, Forschungs- und Entwicklungsergebnisse), Analyse, Bewertung, Wirtschaftlichkeit, Qualitätssicherung, Qualität, Wirksamkeit, Prävention
Zielsetzung:
Die Berufsgenossenschaften bieten für die Prävention in den Betrieben eine Reihe von Präventionsdienstleistungen.
Diese sind aus den Gesetzestexten des Sozialgesetzbuches I und VII sowie dem Arbeitssicherheitsgesetz abgeleitet. Ziel
und erwarteter Nutzen dieser Dienstleistungen ist es, Gesundheit, Lebensqualität, Mobilität und Leistungsfähigkeit der
Beschäftigten zu erhalten, zu schützen, zu fördern und ggf. wiederherzustellen. Dabei muss zwischen der direkten
Präventionsarbeit im Arbeitsschutz, die hauptsächlich die Betriebe vornehmen, und der indirekten Präventionsarbeit, die
vorrangig die Berufsgenossenschaften vornehmen, unterschieden werden. Indirekt heißt, dass die Berufsgenossenschaften
die Präventionsarbeit der Betriebe vor allem unterstützen und beeinflussen. Die Berufsgenossenschaften setzen
Rahmenbedingungen. Dadurch sollen Gesundheit und Sicherheit bei der Arbeit gewährleistet werden und perspektivisch ein
Teil der derzeitigen finanziellen Aufwendungen, insbesondere für Behandlung bei Berufskrankheiten und Arbeitsunfällen
sowie nachfolgende Kosten für Rehabilitation und Rentenleistungen, vermindert werden.
Die Anforderungen an Prävention fordern von allen Beteiligten, also auch von den Trägern der Unfallversicherung,
Präventionsarbeit nach dem besten verfügbaren Stand des Wissens und in möglichst guter Qualität zu betreiben, d. h. in
möglichst hoher Übereinstimmung zwischen den Zielen und der erbrachten Leistung.
Um die berufsgenossenschaftlichen Positionen zu unterlegen und belastbar zu machen und die berufsgenossenschaftlichen
Präventionsdienstleistungen zu erhalten und zukunftssicher zu gestalten, bedarf es der Analyse, Bewertung und ggf.
Verbesserung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit für eine hohe Qualität der Präventionsdienstleistungen der
Berufsgenossenschaften.
Das Vorhaben "Qualität in der Prävention - Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Präventionsdienstleistungen der
gewerblichen Berufsgenossenschaften" verfolgt eine Reihe von Zielen. Diese sind:
- Entwicklung eines methodischen Konzepts für eine systematische Darstellung vergleichbarer Qualitätsmerkmale in der
Prävention, welches flexibel ist und an BG-spezifische Aufgabenstellungen (Branchen- und Tätigkeitsbezug) adaptiert
werden kann
- Ermittlung und Überprüfung von Indikatoren (Messgrößen) zur Qualitätsmessung
- Feststellen des Stands der Qualität, der Qualitätssicherung und der Wirtschaftlichkeit in der Prävention mit Fokus
auf die berufsgenossenschaftlichen Präventionsdienstleistungen unter Beachtung interner (aus Sicht der einzelnen BG)
und externer (aus Sicht der Unternehmen) Merkmale
- Bewertung der Präventionsdienstleistungen auf ihre Wirksamkeit hinsichtlich der Unterstützung/Steuerung der
Präventionsarbeit der Betriebe
- Ableitung von Empfehlungen für Verbesserungen der Qualität in der Prävention
- Darstellung des Erfolgs präventiver Maßnahmen, Darstellung des Kundennutzens (für Unternehmer und Versicherte).
Aktivitäten/Methoden:
Zur Erreichung der Ziele ist eine Bestandsaufnahme berufsgenossenschaftlicher Präventionsdienstleistungen (Beratung, Ermittlung, arbeitsmedizinische und sicherheitstechnische Betreuung, Überwachung, Schulung, Informationsmaterial, Unfallverhütungsvorschriften, Zertifikate, Forschungs- und Entwicklungsergebnisse, Information und Kommunikation sowie neue innovative Präventionsprodukte) notwendig. Das Arbeitsprogramm für das Projekt und für jede Präventionsdienstleistung sieht folgende Schritte vor:
1. Anforderungen (Soll-Zustand) an die Präventionsdienstleistungen bestimmen (gesetzliche Vorgaben, Entscheidungen
der berufsgenossenschaftlichen Selbstverwaltung, individuelle Anforderungen aus Sicht der Betriebe und kollektive,
fokussiert auf die nach Branchen eingeteilte Gemeinschaft der Unternehmer und Versicherten)
2. Ermitteln der Praxis (Ist-Zustand) der Umsetzung der Präventionsdienstleistungen (Wirksamkeitsermittlung)
3. Vergleich zwischen Ist- und Soll-Zustand mit dem Ziel der Erhöhung der Wirksamkeit der
Präventionsdienstleistungen.
Für das Gesamtvorhaben "Qualität in der Prävention" wurde entsprechend dem Arbeitsprogramm ein Forschungsdesign gewählt, welches sich in 14 einzelne Teilprojekte aufteilen lässt. Die Teilprojekte sollen im Vorhaben parallel und in enger Zusammenarbeit der Teilprojektleiter erarbeitet werden. Die Teilprojekte können in thematisch übergeordnete Teilprojekte und auf einzelne Präventionsdienstleistungen ausgerichtete spezifische Teilprojekte unterschieden werden.
Ergebnisse:
Das Projekt ist weitgehend abgeschlossen. Informationen und Abschlussberichte unter auf der Internetseite des BGAG.
Weitere Informationen:E-Mail: bgag@dguv.de
Stand: 11.02.2008

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d71187