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Projekt-Nr. BGEM#024
Untersuchung zur Charakterisierung der Emissionen beim Schweißen von beschichteten Blechen im Schiffbau

Branche(n): Metallbearbeitung

Gefährdungsart(en): Gefahrstoffe

Schlagworte: Gefährdungsbeurteilung, Chemische Arbeitsstoffe, Krebserregende Stoffe

Status: abgeschlossen 12/1997

gefördert durch: Arbeitsgemeinschaft der Eisen- und Metall-Berufsgenossenschaften

Projektdurchführung: Laser-Zentrum Hannover e.V., Berufsgenossenschaftliches Institut für Arbeitssicherheit - BIA

weitere Stichworte zum Projekt:

Schadstoff-Belastungen durch thermische Zersetzung beim Schweißen von beschichteten Blechen

Zielsetzung:

Trotz der Empfehlung, vor dem Schweißen beschichteter Bleche im Schweißbereich die Beschichtung (meistens Korrosionsschutz) zu entfernen, weil bei der thermischen Zersetzung einer Beschichtung mit Emissionen von gesundheitsgefährlichen Stoffen gerechnet werden muss, werden in der Praxis häufig zumindest Beschichtungsrückstände überschweißt. Ziel: Qualitative Ermittlung und Beurteilung der aus der Pyrolyse der Beschichtung entstehenden Schadstoffe und ihres Gefährdungspotenzials unter "Worst-Case"-Bedingungen.

Aktivitäten/Methoden:

Laborversuche - Fumebox-Methode; MAG-Auftragsschweißen auf St37-Blechen mit - im Schweißbereich nicht entfernten - 5 verschiedenen Schiffbau-typischen Beschichtungen (Epoxidharz, Urethan-modifiziertes Alkydharz, Epoxid-Teer, Alkydharz, Vinyl/Epoxidharz (teerhaltig)); Erfassung und Charakterisierung der entstehenden Schadstoffe, insbesondere Gesamtstaub, aromatische Kohlenwasserstoffe BTX, polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe PAK, Acrylate, Aldehyde, Phenol/Kresole.

Ergebnisse:

Die Emissionsraten der Zersetzungsprodukte betragen 8-24 mg/s (beim Schweißen vollständig beschichteter Bleche: worst case); eine breite Palette von Schadstoffen einschließlich der aromatischen und zyklischen Kohlenwasserstoffe sowie Terpene wurden nachgewiesen, u. a. Formaldehyd, Acetaldehyd, Acrolein, Naphtalin, Benzol und Delta-4-Caren. Die qualitative Analyse reicht nicht zur quantitativen Bestimmung des Gefährdungspotenzials. Diese soll in einem Folgeprojekt durchgeführt werden.

Veröffentlichungen:

Mitteilungsblatt "Gesund und Sicher" der Norddeutschen Metall-Berufsgenossenschaft 7/98, S. 208-210

Schweißen und Schneiden Heft 11, Seite 736-738, DVS-Verlag, 11/1998

Stand: 15.08.2000

 

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