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Projekt-Nr. BG19#004
Modellvorhaben zur Ermittlung arbeitsbedingter Gesundheitsgefährdungen in der Fleischwirtschaft

Branche(n): Nahrungsmittelwirtschaft

Gefährdungsart(en): Arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren

Schlagworte: Arbeitsumwelt (Belastungen, Gefährdungen, Expositionen, Risiken), Gefährdungsbeurteilung, Gesundheitsförderung

Status: abgeschlossen 06/1996

gefördert durch: Fleischerei-Berufsgenossenschaft

Projektdurchführung: Fleischerei-Berufsgenossenschaft, Mainz; Innungskrankenkasse Bochum; Fleischer-Innung, Bochum; Institut für Arbeitsphysiologie, Dortmund

weitere Stichworte zum Projekt:

Kooperation von Krankenversicherung und Unfallversicherung bei Identifizierung von Gesundheitsrisiken und Durchführung von Maßnahmen

Zielsetzung:

Suche nach geeigneten Konzepten für die arbeitsmedizinische und sicherheitstechnische Betreuung von Handwerksbetrieben; besondere arbeitsbedingte Gesundheitsgefahren in den Klein- und Mittelunternehmen (KMU) der Fleischwirtschaft. Ziel: Identifikation von gesundheitsgefährdenden Belastungen im Fleischerhandwerk; Entwicklung von Vorschlägen und Maßnahmen zum Abbau dieser Belastungen

Aktivitäten/Methoden:

Wissenschaftliche Begleitung eines Pilotprojektes; Analyse von Daten der Krankenversicherung; Ermittlung von Arbeitsplatz-Faktoren; Befragung und Untersuchung von Beschäftigten in Produktion und Verkauf; Zusammenstellung geeigneter Maßnahmen am Arbeitsplatz, ergänzt durch Angebote/Programme zur Gesundheitsförderung

Ergebnisse:

Klimatisch bedingten (Kälte, Zugluft) Erkältungen ist durch verschiedene Maßnahmen vorzubeugen (z.B. Kälteschutzkleidung, Arbeitsorganisation); Defiziten der Beleuchtung und gesundheitsgefährlichen Lärmpegeln an Maschinenarbeitsplätzen ist mit technischen Maßnahmen zu begegnen; hohe psychomentale Belastungen sind - theoretisch - durch organisatorische Arbeitsgestaltung zu senken; die Anlässe von Arbeitsunfähigkeit werden von Skeletterkrankungen/-beschwerden dominiert, hohe Belastungen durch Lastenhandhabung unter häufig ungünstigen Bedingungen können durch verschiedene mechanische Hilfen und Anleitung zu gesundheitsschonendem Verhalten gesenkt werden; Angebote zur Gesundheitsberatung und -förderung (allgemein: Rückenschule, Gymnastik, spezifisch: Raucher, Übergewichtige) fanden gute, Angebote zur Stressbewältigung geringe Resonanz.

Stand: 22.08.2000

 

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