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Erweitertes Belastungs-Beanspruchungs-Modell aus Innenraumreport, Bild: IFA

Psychische Arbeitsbelastung

Neben den Belastungen durch Gefahrstoffe, das Klima oder andere externe Faktoren ist in gleichem Maße zu berücksichtigen, wie der einzelne Mensch mit der Arbeitsbelastung umgeht. Die Folgen psychischer Fehlbeanspruchung weisen in vielen Fällen vergleichbare Symptome auf wie beispielsweise die von Expositionen gegenüber Gefahrstoffen. Betroffene führen ihre Beschwerden (u. a. Kopfschmerzen oder Nervosität) häufig auf äußere Umstände wie Gefahrstoffe zurück, auch wenn keine Gefahrstoffbelastung vorliegt. Psychische Ursachen werden selten in Betracht gezogen.

So können beispielsweise Beschwerden wie Ermüdung oder verminderte Leistungsfähigkeit auch auf ein Ungleichgewicht zwischen einer Arbeitsaufgabe, die den ganzen Tag über eine hohe Konzentrationsleistung verlangt, und möglichen Pausen zurückgeführt werden. Neben arbeitsplatzspezifischen Merkmalen gibt es eine Reihe weiterer psychischer Variablen, die einen Einfluss auf das Wohlbefinden an Büroarbeitsplätzen ausüben können wie Mobbing, psychische Störungen oder Angst um den Arbeitsplatz.

In der Vergangenheit wurden im Auftrag der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) Checklisten erarbeitet, um Tätigkeitsmerkmale und Leistungs- sowie Verhaltungsmerkmale parallel erfassen zu können. Mit ihrer Hilfe können sich auch Nichtpsychologen ein Bild davon machen, ob eine psychische Belastung bei der untersuchten Arbeitstätigkeit in Betracht kommt.

 

so geht's

Report Innenraumarbeitsplätze:

Abschnitt 3.7 „Faktoren psychischer Arbeitsbelastung“

Publikationen und Links:

Checklisten zur Erfassung von Fehlbeanspruchungsfolgen (ChEF)