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Welcher Handschuh ist der Richtige?
Die Anzahl der kommerziell erhältlichen Chemikalienschutzhandschuhe ist unüberschaubar. Dies macht die Auswahl für den Anwender nicht einfach. Prinzipiell gibt es nicht „den einzig richtigen Handschuh“, der gegen alle Chemikalien ausreichenden Schutz bietet. Weiterhin muss beispielsweise für einen bestimmten Zweck ein Nitrilhandschuh des Herstellers A nicht genauso gut schützen wie der des Herstellers B. Beim Vergleich verschiedener Handschuhmaterialien lassen sich jedoch Trends für die Schutzwirkung ableiten. Sie sind in den Spinnennetzplots für verschiedene Materialien zu erkennen. Daneben werden die gängigsten Handschuhmaterialien kurz beschrieben. Grundlage der Plots ist eine Tabelle mit Permeationsdaten, die im Anhang 2 der BGI 868 „Chemikalienschutzhandschuhe“ veröffentlicht und mit Daten der GESTIS-Stoffdatenbank erstellt wurden. Die Spinnennetzplots erheben keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit und können lediglich als Leitfaden für Materialeigenschaften dienen. Die Permeationszeiten wurden mit Handschuhen einer Mindestdicke von 0,5 mm bestimmt und sind somit nicht aussagekräftig für dünne Einmalhandschuhe.
Grundsätzlich gilt: Je dicker ein Handschuh, desto besser ist sein Rückhaltevermögen für eine Chemikalie. Daher werden Handschuhe eines Materials in unterschiedlicher Dicke verschiedene Permeationszeiten zeigen. Weiterhin variiert die Zusammensetzung eines Handschuhs vom gleichen Materialtyp in Abhängigkeit vom Hersteller. Die Spinnennetzplots sollen dem Anwender zeigen, für welche Arten von Chemikalien ein bestimmtes Material generell geeignet oder ungeeignet ist. Die Darstellung erlaubt eine schnelle Übersicht über die Wirksamkeit gegen alle zwölf Prüfchemikalien nach DIN EN 374-1.
Auswahlhilfen für Handschuhmaterialien
- Latex
- Nitril-Kautschuk (NBR)
- Polyvinylchlorid (PVC)
- Polychloropren (Neopren®)
- Butyl-Kautschuk
- Fluorkautschuk (Viton©)
- Polyvinylalkohol (PVA)
- Laminate
Hinweise zur Tragedauer
Die Auswahlhilfen sind Leitlinien, die das IFA aufgrund langjähriger Erfahrungen als akkredierte Prüfstelle aus Datenbanken und Herstellerangaben zusammengestellt hat. Die Spinnennetzplots geben lediglich einen Anhaltspunkt für Beständigkeit und Materialeigenschaften, die Permeationszeiten sind nicht als Absolutwerte zu betrachten. So haben beispielsweise Untersuchungen im IFA gezeigt, dass Chemikalienschutzhandschuhe unter realen Arbeitsbedingungen eine Durchbruchszeit von nur etwa 1/4 der unter Normenbedingungen ermittelten Zeit erreichen. Näheres hierzu auch unter Permeation.
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Nitril-Kautschuk,
Polyvinylchlorid,
Polychloropren,
Butyl-Kautschuk,
Fluorkautschuk,
Polyvinylalkohol


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