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Informationen für Teilnehmer an Ringversuchen für innerbetriebliche und außerbetriebliche Messstellen
Einleitung
Es ist Aufgabe des Unternehmers festzustellen, ob eine Konzentration gefährlicher Stoffe in der Luft am Arbeitsplatz vorliegt. Die hierzu erforderlichen Gefahrstoffmessungen können von innerbetrieblichen und außerbetrieblichen Messstellen ausgeführt werden. Eine Messstelle kann als geeignet angesehen werden, wenn sie über die notwendige Sachkunde und die erforderlichen Einrichtungen verfügt. Für außerbetriebliche Messstellen wird die Eignung durch eine Akkreditierung gewährleistet [1].
Für innerbetriebliche Messstellen (IMS) ist keine förmliche Akkreditierung vorgesehen. Sie müssen aber die
Anforderungen an Mestellen nach TRGS 402 [2] erfüllen. Sofern die Anforderungen für eine Akkreditierung erfüllt werden, können sich auch innerbetriebliche Messstellen
akkreditieren lassen. Zur Einhaltung der Qualitätsparameter von Analysenverfahren sind Methoden der Qualitätssicherung
einzusetzen, die dem Stand der Technik entsprechen. Das IFA bietet als Unterstützung und Hilfestellung für die IMS
Ringversuche an. Diese sollen den IMS oder den für sie arbeitenden externen Labors eine Möglichkeit bieten, ihre
Qualität durch externe Qualitätssicherungsmaßnahmen zu dokumentieren.
Alle Ringversuche werden nach den Vorgaben des ISO-Guide 43 und der DIN EN ISO/IEC 17043 [3, 4] durchgeführt.
Organisation der Ringversuche
Die Herstellung der Proben erfolgt entweder im IFA oder es wird ein geeignetes Labor beauftragt.
Bearbeitung und Dokumentation der Analysenresultate
Gegen Ende jeden Jahres werden die Zeiträume für die jeweiligen Ringversuche des nächsten Jahres angekündigt. Mit dem Versand der Proben wird der Bearbeitungszeitraum genannt, der in der Regel ca. zwei oder vier Wochen beträgt. Er darf nicht überschritten werden, da Resultate, die nach dem genannten Termin beim IFA eingehen (Datum des Poststempels!), bei der Auswertung nicht berücksichtigt werden.
Den Proben wird ein USB-Stick (1.1) zur Datenerfassung beigefügt. Die Ergebnisse werden mit einem speziellen Eingabeprogramm erfasst. Das Programm läuft unter allen Windows-Versionen ab Windows 2000. Von der Diskette ist eine Hardcopy (Ausdruck) anzufertigen, zu unterschreiben und zusammen mit der Diskette an das IFA zurückzuschicken. Von jeder Probe sind für jeden Schadstoff drei Analysen durchzuführen. Die Einzelergebnisse sind in die Datenmaske einzutragen.
Die gesamte statistische Auswertung erfolgt durch das IFA. Die eingegangenen Daten werden im IFA sofort anonymisiert. Anschließend wird die Auswertung und graphische Darstellung mithilfe der Software Prolab Plus durchgeführt. Die Bewertung der Ergebnisse wird anhand der z-score-Auswertung nach ISO-Guide 43, Anhang A erfolgen [2]. Nach Abschluss der Auswertung erhält jede teilnehmende Messstelle eine Teilnahmebestätigung mit folgenden Angaben:
- Ringversuchsbezeichnung
- Labornummer
- Eigenes Laborresultat und z-score
- Sollwert der Probenröhrchen
- "wahrer Wert" der Proben nach Ausreißereliminierung (GRUBBS-Test)
- Standardabweichung
sowie ein Ringversuchsprotokoll mit folgenden Angaben:
- tabellarische und graphische Darstellung der gesamten Analysenergebnisse und der Ausreißer
- tabellarische und graphische Darstellung der z-score-Auswertung
- alphabetische Liste aller Teilnehmer.
Auswertung
- Allgemeine statistische Größen
- Ausreißertest nach GRUBBS
- z-score Auswertung nach ISO Guide 43 [2]
(siehe Teilnehmerinfo)
Ein Ergebnis mit |z| ≤ 2 gilt als zufriedenstellend, d. h. der Ringversuch gilt als bestanden. Liegt der z-score oberhalb von zwei, ist es ratsam, die angewandte Analysenmethode zu überprüfen.
Teilnahmebescheinigung
Den Teilnehmern wird ein Zertifikat ausgestellt, siehe Muster.
Literatur
[1] Gesetz über die Durchführung von Maßnahmen des Arbeitsschutzes zur Verbesserung der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes der Beschäftigten bei der Arbeit (Arbeitsschutzgesetz – ArbSchG) vom 7. August 1996 (BGBl. I, S. 1246). Zuletzt geändert am 5. Februar 2009 (BGBl. I, S. 160)
[2] TRGS 402: Ermitteln und Beurteilen der Gefährdungen bei Tätigkeiten mit Gefahrstoffen: Inhalative Exposition (02.2010)
[3] ISO Guide 43 Annex A: Proficiency testing by interlaboratory comparisons – Part 1: Development and operation of proficiency testing schemes. Genf 1996
[4] DIN EN ISO/IEC 17043: Konformitätsbewertung – Allgemeine Anforderungen an Eignungsprüfungen (ISO/IEC 17043:2010). Beuth, Berlin 2010


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