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Fachbereich 4
Dr.-Ing. Jürgen Maue
Alte Heerstr. 111
53757 Sankt Augustin
Tel.: 02241 231-2607
Fax: 02241 231-2234
Ermittlung des Lärmexpositionspegels am Arbeitsplatz (DIN EN ISO 9612)
Durch die Lärm- und Vibrations-Arbeitsschutzverordnung vom 06. März 2007 und die dort festgelegten neuen Auslösewerte für Präventionsmaßnahmen sehen sich viele Betriebe veranlasst, ergänzende Lärmmessungen an ihren Arbeitsplätzen durchzuführen. Als Kennwert zur Beurteilung der Lärmsituation ist dabei der Lärmexpositionspegel nach DIN EN ISO 9612 (2009-09) zu bestimmen, der den bisher gebräuchlichen Beurteilungspegel ersetzt.
Da die umfangreiche neue Norm DIN EN ISO 9612 schwer verständlich ist, wurde die Durchführung von Messungen nach der zumeist anwendbaren Strategie 1 (tätigkeitsbezogene Messungen) im Lärmschutz-Arbeitsblatt LSA 01-400 (BGI/GUV-I 792-010) in einfachen Worten beschrieben und anhand von Beispielen erläutert. Weitergehende Erläuterungen zur Durchführung der Messungen bei unterschiedlichen Anwendungen und Aufgabenstellungen finden sich im neuen Taschenbuch „Lärmmessung im Betrieb“. Dort werden auch Messungen nach Strategie 2 (berufsbildbezogene Messungen) und Strategie 3 (Ganztags-Messungen) behandelt. Zu allen Strategien gibt es ausführliche Beispiele.
Zur Berechnung des Lärmexpositionspegels aus den Messwerten LAeq für einzelne Tätigkeiten (Teilzeiten) innerhalb eines repräsentativen Arbeitstages bzw. einer Arbeitswoche steht ein Berechnungsprogramm zur Ermittlung des Lärmexpositionspegels zum Herunterladen bereit.
Das Deutsche Institut für Normung bietet dem Anwender der DIN EN ISO 9612 ein Tabellen-Kalkulationsprogramm an, das zusammen mit der Überarbeitung der ISO 9612 entwickelt wurde. Damit lassen sich die Lärmexpositionspegel nach den drei in der Norm beschriebenen Strategien bestimmen und zugleich entsprechende Messunsicherheiten berechnen. Die sachgerechte Anwendung dieses Programms setzt die Kenntnis von Festlegungen in der DIN EN ISO 9612 (2009-09) voraus.


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