Persönliche Schutzausrüstungen (PSA)

Feuerwehrleute mit Pressluftatmern beim Gebäudebrand

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Feuerwehrleute mit PSA
Bild: DGUV

Unter PSA versteht man die Ausrüstung, die eine Person als Schutz gegen ihre Gesundheit oder ihre Sicherheit gefährdende Risiken trägt oder hält. Dazu zählen:

PSA sind individuelle Schutzmaßnahmen und nach Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) § 4 nachrangig zu anderen Schutzmaßnahmen wie "Gefährdung für Leben und Gesundheit vermeiden", "verbleibende Gefährdung möglichst gering halten" und "Gefahren an der Quelle bekämpfen".


Ablaufdiagramm

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Zeitlicher Ablauf des Übergangs von der PSA-Richtlinie 89/686/EWG zur PSA-Verordnung (EU) 2016/425 (PSA-R: PSA-Richtlinie, PSA-V: PSA-Verordnung)
Bild: DGUV

Rechtlicher Hintergrund

Amtliche Informationen zu Auslegung und Anwendung der europäischen PSA-Produkt-Richtlinie (89/686/EWG) – in Deutschland umgesetzt in der Achten Verordnung zum Produktsicherheitsgesetz (Verordnung über die Bereitstellung von persönlichen Schutzausrüstungen auf dem Markt, 8. ProdSV) – stellt die Europäische Kommission zur Verfügung. Diese Richtlinie wird bis 2019 schrittweise durch eine europäische PSA-Verordnung (PDF, 689 KB) ersetzt; nähere Information hierzu bietet eine Veröffentlichung mit dem Titel "Neue Verordnung für Persönliche Schutzausrüstungen (PDF, 487 kB)".


Interpretation der EU-Kommission

Im Rahmen eines von der Europäischen Kommission veranstalteten Workshops zur PSA-Verordnung am 16.11.2016 in Brüssel erklärte die Vertreterin der EU-Kommission, dass Artikel 47 (2) der Verordnung keine Bedeutung habe, da die EG-Baumusterprüfbescheinigungen (d. h. Bescheinigungen nach alter PSA-Richtlinie) nur bis zum 20.4.2019 vom Hersteller für das Inverkehrbringen genutzt werden können. Für die Bereitstellung von PSA auf dem Markt nach alter PSA-Richtlinie würde keine gültige EG-Baumusterprüfbescheinigung benötigt. Diese Bereitstellung ist nur dann nicht mehr zulässig, wenn ihr relevante sicherheitstechnische Mängel bzw. Bedenken entgegenstehen – dies gilt allerdings grundsätzlich für alle PSA.

Im Rahmen des "Workshop following up on the 13th European Seminar on Personal Protective Equipment, 26-27 January 2017, Berlin" erklärte der zuständige EU-Kommissionsmitarbeiter, dass Artikel 47 (1) der Verordnung (EU) 2016/425 insofern als eine Abweichung vom Artikel 46 zu interpretieren sei, als dass Prüfung und Zertifizierung nach Artikel 10 der 89/686/EWG und Überwachung nach Artikel 11 A und 11 B der 89/686/EWG auch im Übergangsjahr (21.4.2018 bis 20.4.2019) möglich sei.

Weitere Informationen

Informationen für Auswahl, Einsatz und Pflege von PSA, die in der Praxis die Anwendung der europäischen PSA-Benutzer-Richtlinie (89/656/EWG, in Deutschland umgesetzt durch die PSA-Benutzungsverordnung – PSA-BV, Verordnung über Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Benutzung persönlicher Schutzausrüstungen) ermöglichen, erarbeitet und veröffentlicht der Fachbereich PSA der DGUV.

Machbarkeitsstudie

Ansprechpartner

Dr. rer. nat. Martin Liedtke

Fachbereich 4: Arbeitsgestaltung, Physikalische Einwirkungen

Tel: 02241 231-2600
Fax: 02241 231-2234