Workshop E-Unterweisung

16. Januar 2008 im BGAG Dresden

In der berufsgenossenschaftlichen Qualifizierungsarbeit spielt E-Learning bereits eine wichtige Rolle - etwa bei der Ausbildung von Fachkräften für Arbeitssicherheit.

Einige Unternehmen möchten mit dieser neuen Lernform aber auch die gesetzlich vorgeschriebenen Unterweisungen im Arbeitsschutz realisieren. Die Frage, ob und unter welchen Voraussetzungen diese Form der Unterweisung sinnvoll ist, hat nach wie vor eine hohe Aktualität.

Zu diesem Thema hatte das BGAG am 16. Januar 2008 E-Learning-Experten zu einem Workshop nach Dresden eingeladen. Vertreter aus Unternehmen, von Unfallversicherungsträgern, von E-Learning-Produzenten und Wissenschaftler diskutierten das Spannungsfeld zwischen Anforderungen an elektronische Unterweisungen, wirtschaftlichen Erfordernissen und der Praxis in den Betrieben.

Im Verlauf der Veranstaltung kristallisierten sich Anforderungen an eine zukünftige Qualitätssicherung als einer der Kernpunkte heraus. Es gibt bereits Qualitätsstandards auf ISO-Ebene, die auf Lernprogramme in Deutschland angewendet werden könnten.
Aber es geht nicht nur um die Produktqualität, sondern auch um die Qualitätssicherung des Einsatzes der Lernprogramme in den Unternehmen.

Von den Teilnehmern des Workshops wurde E-Learning zwar generell als Möglichkeit zur Arbeitsschutz-Unterweisung angesehen, aber es wurden Blended-Learning-Konzepte eindeutig favorisiert, bei denen auch der Unternehmer und seine Führungskräfte in die Verantwortung genommen werden.

Für die Dokumentation der Unterweisung und die Authentifizierung der Unterwiesenen stehen gute Instrumente zur Verfügung. Für die Qualitätssicherung könnte ein Qualitätssiegel hilfreich sein und auch zur Rechtssicherheit der Anwender beitragen.

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