Transfer neu denken: Nachhaltigkeit von Trainings in Sicherheit und Gesundheitsschutz

20. und 21. Mai 2010 im IAG Dresden

Mann mit Fackel

„Das Feuer unserer Veranstaltungen in die Praxis bringen“, war das Motto der 10. Training & Innovation, die vom 20. – 21. Mai 2010 in der DGUV Akademie in Dresden stattfand. Insgesamt 65 Personen aus Deutschland, der Schweiz, Österreich, Frankreich, Dänemark und Kanada nahmen an der Veranstaltung teil. In einer offenen Atmosphäre und auf hohem inhaltlichen Niveau diskutierten Vertreter der Unfallversicherungsträger mit Vertretern von Unternehmen, Universitäten, Ministerien und anderen öffentlichen Einrichtungen sowie privaten Anbietern von Weiterbildung, Forschung und Beratung darüber, wie die Nachhaltigkeit von Seminaren und Trainings in der Praxis gesteigert werden kann.

Für die Veranstaltung wurden die Ergebnisse einer Forschungsstudie  (Gründler & Schulz, wissensimpuls 2009 im Auftrag des IAG) zum Thema Transfer von Bildungsmaßnahmen didaktisch-methodisch aufbereitet und von Ralf Besser, besser wie gut, in ein kreatives Veranstaltungsdesign umgesetzt. So gab es z. B. ein Ein- und Auslassritual, das während der gesamten Veranstaltung die Aufmerksamkeit der Teilnehmer für den Übergang vom Seminar in die Praxis wach hielt.

Ein von Anna-Maria Hessenmöller, IAG, organisierter Vor- und Nachprozess, hat dazu beigetragen, dass von der Veranstaltung nachher auch wirklich etwas in der Praxis der Teilnehmer ankommen konnte.

Der erste Tag wurde vor allem zur Sensibilisierung für das Thema Transfer genutzt. So wurden z.B. die zentralen Faktoren für den Transfer mit Hilfe einer Aufstellung in einem „Prozessbild Transfer“ von den Teilnehmern erspürt. In interaktiven Workshops wurden die Herausforderungen an den Transfer aus der Perspektive der Praxis reflektiert. Eine besondere und nachhaltige Wirkung bescheinigten die Teilnehmer dem Workshop „Der transferstarke Teilnehmer“, der von Helga Brüggemann gestaltet wurde.

Der Schwerpunkt am zweiten Tag lag auf der Diskussion von Lösungsansätzen. Gleich zu Beginn irritierte Lynda S. Robson vom Institut für Arbeit und Gesundheit aus Toronto die Teilnehmer mit ihren Ergebnissen einer systematischen Auswertung von Studien zur Wirksamkeit von Aus- und Weiterbildung für den Schutz von Arbeitnehmern. Im Rahmen eines Open-Space-Prozesses wurden Lösungsansätze zu zentralen Problemstellungen erarbeitet. Das Tüpfelchen auf dem „i“ war der Abschlussvortrag von Christine Watrinet mit konkreten Beispielen für eine transferförderliche Unternehmenskultur.

Begleitet wurde die gesamte Veranstaltung von einer Forschungs-Arena, in der Ergebnisse wichtiger Studien zum Thema Transfer präsentiert wurden.

Nicht unerwähnt bleiben darf hier der „singende Waldspaziergang“ mit der Diplom-Komponistin Agnes Ponizil, der in den Teilnehmern schlummernde Ressourcen zu wecken vermochte. Die Veranstalter hoffen, dass über das neu entdeckte „Feuer der Stimme“ auch das „Feuer der Veranstaltung“ noch weiter brennt.

Auf mehrfachen Teilnehmerwunsch wird es im nächsten Jahr eine Folgeveranstaltung zum Thema geben: Auf der Training & Innovation 2011 werden Beispiele für Maßnahmen der Aus- und Weiterbildung in Gesundheit und Sicherheit vorgestellt, die erfolgreich in die Praxis umgesetzt wurden. 

Programmübersicht

Download Programm DE (PDF, 62 kB)

Download Auswertung Vorprozess (PDF, 94 kB)

Download Auswertung Nachbefragung (PDF, 91 kB) 

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