8. iga-Kolloquium: Praktische Handlungshilfen für Betriebe

14. und 15. März 2011 im IAG Dresden

Haus der Arbeitsfähigkeit nach Juhani Ilmarinen

Haus der Arbeitsfähigkeit nach Juhani Ilmarinen

Was können Betriebe konkret tun, um die Gesundheit und Arbeitsfähigkeit ihrer Mitarbeiter bis ins Rentenalter zu erhalten? Mit dieser Frage befassten sich rund 150 Teilnehmer des 8. iga-Kolloquiums: Gesund und sicher länger arbeiten am 14. und 15. März 2011 im IAG, Dresden.

Als ein Dialog- und Handlungsinstrument in Betrieben wurde das Modell „Haus der Arbeitsfähigkeit“ des finnischen Forschers Juhani Ilmarinen vorgestellt. Das Konzept betont, dass die Arbeitsfähigkeit auf der Beziehung der Arbeitsanforderungen und der menschlichen Ressourcen beruht. Eine gute Balance zwischen beiden ermöglicht eine gute und lange Arbeitsfähigkeit. Diese beiden Faktoren sind sehr vielseitig und komplex. Mit dem Modell „Haus der Arbeitsfähigkeit“ kann diese Komplexität bildlich dargestellt werden. Um dies auch „handfest“ nachvollziehen zu können, wurde bei der Veranstaltung das Haus der Arbeitsfähigkeit Stück für Stück zusammengebaut.

Am ersten Tag der Veranstaltung wurden in vier Foren, die thematisch den einzelnen Stockwerken des Hauses zugeordnet waren, verschiedene Praxisbeispiele und wissenschaftliche Ergebnisse vorgestellt. So wurde u. a. im Forum Gesundheit, ein Beratungsprojekt für kleine und mittlere Unternehmen vorgestellt, dass die Inhalte des Arbeitsfähigkeitsansatzes nach Ilmarinen integriert und dieses als ein geeignetes Dialoginstrument in Betrieben auszeichnet. In einem zweiten Forum wurden in verschiedenen Fachvorträgen drei Aspekte des menschlichen Könnens und Wissens im betrieblichen Kontext hervorgehoben. Dazu gehört neben dem individuellen „Training“ der eigenen geistigen Fähigkeiten die Kompetenzsicherung - also die Wissensweitergabe, bevor Mitarbeiter ausscheiden - und außerdem die Kompetenzförderung. Die Bedeutung der Führungskräfte und ihren Einfluss auf die Motivation, Arbeitszufriedenheit und Gesundheit hob das Forum Werte hervor. Das vierte Stockwerk - die Arbeit - umfasst u. a. die Arbeitsgestaltung, die Arbeitszeit und die Arbeitsorganisation. Vorgestellt wurde hier das Arbeitsplatzmanagementsystem der Volkswagen AG sowie unterschiedliche Konzepte einer lebensphasenorientierten Arbeitsgestaltung. In einem parallelen Workshop wurden darüber hinaus die einzelnen Schritte einer betrieblichen Demografieberatung durchlaufen. In Kleingruppen erlebten die Teilnehmer, wie konkreter Handlungsbedarf ermittelt werden kann.

Der Schwerpunkt des zweiten Tages lag auf der Diskussion und dem Austausch zwischen den Teilnehmern und Referenten auf einem „Baumarkt“. Die am ersten Tag vorgestellten Beispiele und andere weitere Konzepte wurden ausgiebig diskutiert. Die Teilnehmer bauten hier außerdem das „Haus der Arbeitsfähigkeit“ als kleines Modell nach. Einen besonderen Abschluss bekam die Veranstaltung mit dem Aufsetzen des Daches „Arbeitsfähigkeit“ und der Schlüsselübergabe durch Professor Juhani Ilmarinen.

Initiative Gesundheit und Arbeit

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