IAG-Trainertage 2012

4. und 5. Juni 2012 im IAG Dresden

Hirn

Quelle: fotolia.de

140 Teilnehmer auf den Spuren ins Hirn

Was ermöglicht Kompetenzentwicklung? Welche Rolle spielt das Gehirn dabei? Und was hat das alles mit Ermöglichungsdidaktik zu tun?

Bei den 3. IAG Trainertagen im Juni 2012 drehte sich alles um die Themen Hirnforschung, Kompetenzentwicklung und Ermöglichungsdidaktik. Professor Olaf-Axel Burow von der Universität Kassel eröffnete die Veranstaltung mit spannenden Thesen: „Begeisterung ist Dünger fürs Gehirn“ oder „Es gibt keine geheimnisvolle Didaktik – nur das Prinzip der Wertschätzung“.

Durch eine Kleingruppenarbeit wurde der Raum für Fragen und Ideen bei den Trainertagen zunächst geöffnet – um sich am zweiten Tag mit den Ergebnissen aus den Vorträgen, Workshops und Diskussionen wieder zu schließen.

In acht Workshops konnten die Teilnehmer verschiedene Aspekte der Kompetenzentwicklung vertiefen. Ob beim Workshop „Neurodidaktik“, bei dem Referent Ralf Besser die Teilnehmer in verschiedenen Gehirnarealen sitzen ließ und so Hirnstrukturen erfahrbar machte („Na, wie fühlt sich das so an in der Amygdala?“) oder beim Thema „Kompetenzen sichtbar machen“, bei dem jeder seine persönlichen Stärken identifizieren konnte – jeder Workshop erlaubte die Auseinandersetzung mit dem Thema und den Eingangsthesen von Professor Burow.

Er machte klar, dass bei der Kompetenzentwicklung eine Konzentration auf die Stärken sinnvoller ist als eine Defizitorientierung. Gleichzeitig zeigte er das Kreativitätspotential heterogener Gruppen auf, da so die „Weisheit der Vielen“, also die unterschiedlichen Stärken jedes einzelnen, in Projekte einfließen kann. Wertschätzung für das, was an Kompetenzen bei den Lernenden schon da ist sowie Begeisterung und Leidenschaft beim Lernen sind für Burow zwei Schlüsselfaktoren für Kompetenzentwicklung.

Am Ende der Veranstaltung haben auch die Teilnehmer ihre Spuren im Hirn hinterlassen – und zwar im wahrsten Sinne des Wortes: Bei einer gemeinsamen Abschlussaktion konnten die Teilnehmer ihre Füße in Farbe tunken und ihre Spuren auf einer 20 Quadratmeter großen Leinwand mit den Umrissen eines Kopfes hinterlassen. Diese Spuren werden bleiben und sind in Zukunft im neuen Tagungsgebäude als Wandschmuck zu sehen.

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