Innerbetrieblicher Transport und Verkehrssicherheit

Die Träger der gesetzlichen Unfallversicherung müssen für die Folgen verkehrsbedingter Unfälle jährlich mehr als 2 Milliarden Euro zahlen. Die Prävention von Wegeunfällen und Unfällen bei Dienst- und Einsatzfahrten ist deshalb ein Schwerpunktthema im IAG. Ein hochmoderner Fahrsimulator eröffnet dabei vielfältige Möglichkeiten.

Forschung und Entwicklung

In der Forschung wird der Fahrsimulator regelmäßig eingesetzt. In einer Studie hat das IAG zum Beispiel überprüft, ob Head-Up-Displays Auswirkungen auf das Fahrverhalten haben. Eine weitere Untersuchung befasste sich mit der Wirksamkeit von Autobahnplakaten. Auch wissenschaftliche Untersuchungen zur Verkehrsinfrastruktur und dem Einfluss von Fahrerassistenzsystemen auf das Fahrerverhalten sind möglich.

Qualifizierung

Durch realitätsnahe Nachbildung von definierten Verkehrssituationen lassen sich mit dem Fahrsimulator Einflussfaktoren auf das Fahrverhalten anschaulich demonstrieren. Selbst kritische Situationen im Straßenverkehr können gefahrlos erlebt und noch unter dem Eindruck der Fahrt analysiert und besprochen werden.

Ein Schwerpunkt in der Qualifizierung sind Seminare für Einsatzfahrer. Bei den eintägigen Schulungen werden zunächst aus den Themen Recht, Entscheidungsverhalten, Fahrphysik sowie Informationsverarbeitung und Gefahrenwahrnehmung Fahrstrategien abgeleitet. Anschließend können die Teilnehmenden diese in der Verkehrssimulation praktisch anwenden und erleben.

Beratung

Bei der methodisch-didaktischen Umsetzung der vom IAG entwickelten simulatorgestützen Trainings sowie deren technischen Umsetzung berät der Bereich Verkehrssicherheit Berufsgenossenschaften und Unfallkassen. Hierbei arbeitet das Institut eng mit dem Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR) zusammen.

Veranstaltungen

Tagungen und Kongresse, die das IAG gemeinsam mit dem DVR, den Trägern der gesetzlichen Unfallversicherung und weiteren Partnern organisiert, richten sich an Wissenschaftler, Multiplikatoren und Führungskräfte. Bei der Konferenz "Training Technology for Drivers" diskutieren Expertinnen und Experten zum Beispiel alle drei Jahre im IAG über den Einsatz technologiegestützter Trainingssysteme in der Aus- und Weiterbildung von Berufskraftfahrern.

Kontakt

Dr. Jürgen Wiegand
Tel. +49 351 457-1617
Fax +49 351 457-201617
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