• Bild einer stilisierten Weltkugel und Lupe

Abgeschlossene Forschungsprojekte

Einsatz und Nutzen von Arbeitsschutzfilmen

Bei Arbeitsschutzunterweisungen kommt es auf eine inhaltlich, didaktisch und optisch anspruchsvolle Gestaltung an, um Beschäftigte zu erreichen. Wie ist hier der Bedarf der Akteure im Betrieb, Arbeitsschutzfilme einzusetzen und wie bewerten sie den Nutzen? Das war Gegenstand einer Online-Umfrage unter Fachkräften für Arbeitssicherheit, die vom IAG begleitet und unterstützt wurde. Aus den Ergebnissen dieser Erhebung kann man schlussfolgern, dass Arbeitsschutzfilme gern eingesetzt werden, schon jetzt ein hoher Bedarf an Arbeitsschutzfilmen besteht und dieser in nächster Zeit noch zunehmen wird. Gleichzeitig lässt sich auch erkennen, dass ein Wunsch nach verbesserten Angeboten an Arbeitsschutzfilmen und Videoclips sowie ihren Zugangsmöglichkeiten besteht. Die Ergebnisse der Umfrage finden Sie hier und die Mediathek für Arbeitsschutz und Gesunheitsförderunghier.

Multitasking

Immer häufiger scheinen Beschäftigte zwei oder mehr Tätigkeiten gleichzeitig auszuführen. Dieses sogenannte „Multitasking“ kann sich negativ auf die Arbeitssicherheit und Gesundheit auswirken. Um die Effekte des Multitasking zu überprüfen, hat das IAG eine Untersuchung mit zwei alltagsnahen Szenarien durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen, dass die Leistung deutlich schlechter wurde, während die subjektiv erlebte Anspannung stieg. Multitasking kann auch zu körperlichen Veränderungen führen wie z.B. einem Anstieg der Herzrate. Es zeigten sich jedoch weder Geschlechts- noch Altersunterschiede.

Bloße "Zufriedenheitsabfrage" nicht genug?

Wie gut sind Ihre Seminare? Viele Anbieter testen die Qualität ihrer Arbeit gar nicht oder nur ungenügend. Am Ende eines Bildungsangebots "nur" die Zufriedenheit der Teilnehmer zu erfassen, reicht leider nicht aus. Qualifizierung hat ihren Preis, und Auftraggeber wollen zu Recht wissen, was einzelne Qualifizierungsmaßnahmen bringen. Haben die Teilnehmer etwas gelernt? Sind sie motiviert, das Gelernte anzuwenden? Und noch viel wichtiger sind die Fragen: Wird das Gelernte auch tatsächlich angewandt? Und führt es auch zu Veränderungen im Umgang mit dem Arbeitsschutz im eigenen Betrieb. Mit dem IAG-Transfer-Fragebogen ist es jetzt möglich, eine gründliche Evaluation auf Grundlage wissenschaftlicher Kriterien durchführen zu lassen.

Unbeabsichtigtes Betätigen der Joysticks bei Kompaktbaggern

Die Kabinen von Kompaktbaggern sind eng. Laut Norm darf der Freiraum, der einem Baggerführer durch die Kabinenbreite vorgegeben ist, für Kompaktbagger von den üblichen 920 mm auf 650 mm reduziert werden. In diesem Raum müssen nicht nur breite Schultern, sondern auch Beine und neben oder vor dem Sitz die Stellteile zur Handhabung der Baggerfunktionen untergebracht werden.

Die Norm wird derzeit erneut diskutiert. Ist die Gefahr zu groß, dass der Maschinenführer mit den Knien versehentlich an die Stellteile stößt oder auch mit dem Arm, wenn er im Sommer z.B. nach Insekten schlägt? Anhand von Interviews und Videoaufnahmen auf der Baustelle werden die Erfahrung von Baggerführern ausgewertet, wie das Risiko des unbeabsichtigten Betätigens der Stellteile und dadurch ausgelöster Gefahrensituationen einzuschätzen ist.

"Mein nächster Beruf" - Personalentwicklung für Berufe mit begrenzter Tätigkeitsdauer:

In bestimmten Berufen scheiden überproportional viele Beschäftigte vorzeitig aus. Diese Berufe haben trotz Präventionsbemühungen eine begrenzte Tätigkeitsdauer. Das Projekt ergänzt klassische Präventionsansätze und konzentriert sich auf einen alternativen Weg: den Wechsel der Beschäftigten in andere Tätigkeiten oder Berufe. Wir erarbeiten Maßnahmen, damit dieser Wechsel zum richtigen Zeitpunkt in den richtigen Beruf erfolgt und gut vorbereitet wird. Damit können die Betroffenen länger gesund und berufstätig sein.

Die Ergebnisse im Modellberuf der stationären Krankenpflege, für den Straßen- und Tiefbau und für den Reinigungsberuf sind im iga-Report 17 Teil1 bis 3 veröffentlicht. Momentan wird das Projekt im Lehrerberuf und in einem Metallberuf umgesetzt.

Handynutzung im Auto

Wie verhält sich ein Autofahrer, wenn er telefoniert, im Vergleich zu einem Gespräch mit dem Beifahrer? Welche Unterschiede im Fahrverhalten finden sich, wenn der Fahrer eine Freisprecheinrichtung nutzt oder aber das Handy mit der Hand hält? Ist insgesamt die Beeinträchtigung des Fahrers durch das Gespräch oder durch die Bedienung des Telefons größer? Diesen und anderen Fragen wurde  im Rahmen einer Literaturstudie systematisch nachgegangen.  Ziel dieses Projektes war es, einen Überblick über die bislang untersuchten Einflussfaktoren der Handy-Nutzung beim Autofahren zu gewinnen, diese kritisch zu bewerten und für die Versicherten Handlungsempfehlungen zu formulieren.

Evaluation von Betrieblichem Gesundheitsmanagement

In einem Forschungsprojekt wird ein Überblick über vorhandene Instrumente zur Evaluation von BGM hinsichtlich verschiedener Kriterien erarbeitet. Daraufhin werden die Instrumente kategorisiert und hinsichtlich ihrer Geeignetheit für bestimmte Situationen bewertet z.B. Ressourceneinsatz, Umfang und Güte. Auf Basis der Ergebnisse kann der Bedarf bzgl. weiterer Instrumente zur Evaluation ermittelt werden.

Das ergonomische Klassenzimmer

Arbeits- und Gesundheitsschutz kann nicht früh genug anfangen und in den Köpfen der Betroffenen und Verantwortlichen verankert werden. Deshalb beschäftigt sich die DGUV in einem umfangreichen Projekt mit dem Thema „Gute und gesunde Schule“. Ein wichtiges Element hierbei ist der Klassenraum, dessen Gestaltung für die Sicherheit und Gesundheit der Schüler/innen und der Lehrkräfte große Bedeutung hat. Dieser Raum wurde näher unter die Lupe genommen und die Lern- oder Arbeitsumgebung optimiert.

In einer Grundschule in Dresden (Sachsen) und einer Hauptschule in Hennef (NRW) wurde jeweils ein Klassenzimmer baulich verändert und hinsichtlich vier Aspekten optimiert: (1) Beleuchtung und Farbe, (2) Klima und Lüftung, (3) Lärm, (4) Möblierung und Fußboden. Die durch die Änderung dieser vier Aspekte erreichten Effekte wurden im Hinblick auf Gesundheits- und Lernförderlichkeit evaluiert.

Die Ergebnisse des Projektes wurden in einem DGUV Report veröffentlicht.

Kopfhörer im Straßenverkehr

Immer häufiger sieht man Fußgänger und Radfahrer, die Musik über Kopfhörer hören, während sie am Straßenverkehr teilnehmen. Wie sich dies auf das Reaktionsverhalten auswirkt, ist bisher kaum untersucht. In einem Experiment wurde überprüft, wie sich die Reaktionszeiten auf acht unterschiedliche Verkehrsgeräusche ändern, wenn über In-Ear- oder über On-Ear-Kopfhörer leise oder laute Musik gehört wird. Es zeigt sich, dass sich die Reaktionszeiten mit Musik deutlich verlängern im Vergleich zur Kontrollbedingung ohne Musik. Auch bereits bei leiser Musik kann sich die Reaktionszeit um die Hälfte erhöhen. Man kann davon ausgehen, dass verzögerte Reaktionen im Straßenverkehr das Unfallrisiko erhöhen. Aus diesem Grund sollte auf das Tragen von Kopfhörern im Straßenverkehr verzichtet werden. Hier finden Sie weitere Informationen zu diesem Projekt.

Ständige Erreichbarkeit: Wie belastet sind wir?

Das Thema „Ständige Erreichbarkeit“ wird in der letzten Zeit sehr oft in den Medien aufgegriffen. Allerdings gab es bisher kaum Untersuchungen zu diesem Thema. Das IAG hat in Kooperation mit der Unfallkasse Hessen 430 Beschäftigte befragt, warum und wie oft sie erreichbar sind und wie belastet sie sich dadurch fühlen. Es zeigt sich, dass der Großteil der Beschäftigten auch während der Freizeit erreichbar ist und dass sich rund jeder Siebte hierdurch stark oder sehr stark belastet fühlt. Viele Befragten gehen davon aus, dass der Vorgesetzte Erreichbarkeit erwartet, ohne dies genau zu wissen. Hier würden klare Absprachen zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitern helfen, wer wann im Team erreichbar sein muss und wann nicht. Die Ergebnisse wurden in einemIAG-Report veröffentlicht.

Evaluation eines Programms zur Prävention von sexuellem Missbrauch bei Kindern

In vielen Schulen in Deutschland werden Präventionsprogramme für Kinder angeboten, durch die das Risiko für sexuellen Missbrauch verringert  werden soll. In einer Literaturstudie des IAG konnte gezeigt werden, dass aber bisher kaum wissenschaftlich fundierte Evaluationen dieser Präventionsangebote vorliegen. Das IAG evaluiert deshalb das Programm „Mädchen und Jungen stärken“ des Deutschen Kinderschutzbundes, Ortsverband Münster. Zu diesem Programm lagen zumindest Ergebnisse einer Pilotstudie vor, die erste Hinweise auf die Wirksamkeit lieferten. Das Programm wird nun noch einmal mit einem wissenschaftlichen Evaluationsdesign bei insgesamt sieben Schulklassen untersucht. Erste Ergebnisse zeigen, dass das Programm nicht nur für die Schüler sondern auch für deren Eltern positive Effekte hat.

Evaluation des Aktionsplans der gesetzlichen Unfallversicherung zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention

Der Aktionsplan enthält 73 Aktionen und Maßnahmen, die zwölf Zielen und folgenden fünf Handlungsfeldern zugeordnet sind. Bewusstseinsbildung, Barrierefreiheit, Partizipation, Individualisierung und Vielfalt sowie Lebensräume und Inklusion. Die Evaluation des Aktionsplans erfolgt zum einen durch eine jährliche Statusabfrage bei den verantwortlichen Personen für die Maßnahmen und zum anderen über die Diskussion in Fokusgruppen.

Evaluation der Infoline der gesetzlichen Unfallversicherung

Über eine bundesweit einheitliche Telefonnummer und E-Mail-Adresse werden mit der "Infoline der Gesetzlichen Unfallversicherung" allgemeine Fragen wie die nach Arbeitsunfällen, Gesundheitsschutz und Zuständigkeit beantwortet. Spezifische Fragen oder Fragen zu Einzelfällen, die in die Zuständigkeit einer Berufsgenossenschaft, einer Unfallkasse oder der DGUV fallen, werden an diese weitergeleitet. Mit der Evaluation der Infoline sollte überprüft werden, inwiefern das Beratungsangebot funktioniert. Im Ergebnis: Die Infoline der Gesetzlichen Unfallversicherung hat sich etabliert und wird von den Zielgruppen gut genutzt. Die Anfragen werden fachlich sehr korrekt beantwortet bzw. zutreffend weitergeleitet.

Mobile Learning für Berufskraftfahrer/innen im Fernverkehr

Dieses Projekt war Teil des Verbundprojektes "Mobile Learning - Prozessorientiertes Informieren und Lernen in wechselnden Arbeitsumgebungen". Die wissenschaftliche Leitung hatte die FernUniversität Hagen. Das Projekt lief von 2009 bis 2012. Dabei wurden Erkenntnisse gewonnen über den Lerneffekt der mobilen Lernumgebung, ihre Nutzung durch die Kraftfahrer, die Lerngewohnheiten und bevorzugten Gestaltungslayouts der Kraftfahrer, sowie über die technischen Übertragungsmöglichkeiten in Fahrerkabinen. Nach Projektende legten sowohl das IAG als auch die FernUniversität Hagen Abschlussberichte vor. Deren Inhalte wurden in einem IAG-Report zusammengefasst, den Sie hier als PDF herunterladen können.

Psychische Belastungen bei pflegenden Angehörigen

Die Pflege von Angehörigen stellt gerade bei Berufstätigen eine zusätzliche Belastung dar, die häufig auch zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führt. Dabei lassen sich auch Auswirkungen auf die psychische Gesundheit beobachten. In einer Literaturanalyse und einer Befragung wurden Erkenntnisse zum Zusammenhang von privater Pflegetätigkeit und psychischen Beanspruchungsreaktionen zusammengetragen. Erste Ergebnisse zeigen, dass pflegende Angehörige mehr Stress berichten, wenn diese Belastungen hoch ausgeprägt sind. Dauert Stress länger an, können in der Folge auch Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit, zum Beispiel Depression oder Burnout auftreten.

Arbeitsplatzsystematik: Unterstützung von Leistungsgewandelten

Für die Wiedereingliederung von Leistungsgewandelten wird es zunehmend wichtiger, die Passung zwischen dem Arbeitendem und seinem Arbeitsplatz gut und genau zu gestalten. Anhand typischer Tätigkeitsanforderungen im gewerblichen Bereich wurde deshalb eine Systematik von Arbeitsplatztypen entwickelt. Für häufig vorkommende Arbeitsplatztypen wurde jeweils das Anforderungsprofil erarbeitet, das ein dort Arbeitender erfüllen sollte. Diese Typisierung hilft, für verschiedene Arten von Leistungswandlung Maßnahmen zur Anpassung des Arbeitsplatzes zu entwickeln und damit die Passung zu optimieren.

Anforderungen, Belastungen und Gefährdungen erfassen: igaCheck

Der igaCheck ist ein bereits vorhandenes Instrument, das die systematische Erfassung und Dokumentation beruflicher Anforderungen, Belastungen und Gefährdungen unterstützt. Er wurde 2009 durch Aufteilung in eine Kurz- und eine Detailversion in der Handhabung vereinfacht, aktualisiert und die Software an die neue Rechnergeneration angepasst. 2011 wurden die Inhalte des Lexikons aktualisiert. Der "neue igaCheck 2011" kann unter www.iga-info.de > Veröffentlichungen > iga-Report 19 heruntergeladen werden.

Beleuchtung und Schichtarbeit

Der Mensch ist grundsätzlich tagaktiv und von seiner "Chronobiologie" her auf den Wechsel von Tag und Nacht eingestellt. Arbeit in der Nacht ist anstrengender als am Tag, außerdem ist bei Nachtarbeit das Risiko von gesundheitlichen Beeinträchtigungen und Unfällen erhöht.

Um der Frage nachzugehen, ob eine spezielle Beleuchtung bei Nachtarbeit helfen kann, kurzfristig die Müdigkeit und langfristig Schlafstörungen zu reduzieren, haben wir ein von der DGUV gefördertes Forschungsprojekt zur Auswertung der internationalen Literatur auf diesem Gebiet initiiert und gemeinsam mit Fachleuten der Unfallversicherungsträger begleitet. Die Ergebnisse  der Literaturstudie sind im IAG-Report 2/2009 zusammengefasst und können in der Publikationsdatenbank der DGUV heruntergeladen werden. Sie zeigen, dass erste Empfehlungen für die Gestaltung der Beleuchtung abgeleitet werden können. Die Richtigkeit und Anwendbarkeit dieser Beleuchtungskonzepte müssen jedoch noch durch weitere Studien überprüft werden.

Sicherheitsunterweisung per Computer?

Als Reaktion auf das zunehmende Interesse an elektronischen Unterweisungssystemen wurde ein Forschungsprojekt zu diesem Thema initiiert. Ziel war es, die die Akzeptanz und Wirksamkeit im Vergleich zur herkömmlichen Unterweisung zu überprüfen. Die Wirkung der elektronischen Unterweisung auf die Einstellung und das Wissen zu den Unterweisungsinhalten der Mitarbeiter wurde hierzu erfasst.
Am Projekt beteiligt waren ein Unternehmenspartner, die zuständige Berufsgenossenschaft und der Softwarehersteller. Die Ergebnisse zeigen, dass die Form der Unterweisung zwar keinen Einfluss auf die Zufriedenheit mit Unterweisungen oder die Einstellung zum Arbeitsschutz hat, jedoch beide Formen zu einem Zugewinn an Arbeitsschutzwissen führen. Damit schaffen beide Unterweisungsformen wesentliche Voraussetzungen für das sicherheitsgerechte Verhalten der Mitarbeiter. Die Studie weißt mit ihren Ergebnissen aber auch daraufhin, dass neben der Form der Unterweisung insbesondere die Strukturen und Prozesse des Unternehmens, in die die Unterweisungen eingebettet sind, von großer Bedeutung für die Wirksamkeit von Unterweisungen sind. Ein weiterführendes Forschungsprojekt widmet sich diesen Aspekten.

Wie erfolgreich ist die Lärm-Kampagne im Fleischer-Handwerk?

Bereits seit mehreren Jahren ist die Bekämpfung von Lärmschwerhörigkeit als Berufskrankheit aufgrund hoher Verdachtsmeldungen prioritäres Ziel der Fleischerei-Berufsgenossenschaft - FBG. Die FBG bereitet deshalb für das Jahr 2009 die Schwerpunktaktion "Stoppt den Lärm!" vor. Das IAG evaluiert diese Kampagne. Vor Start der Kampagne erfolgte bereits eine schriftliche Befragung von Unternehmern und Sicherheitsfachkräften, um die aktuelle Situation zu dem Thema Lärm in den Betrieben festzustellen und Maßnahmen hierzu konkret planen zu können. Ob die Aktion den erhofften Erfolg erzielt hat, soll 2010 durch eine weitere Befragung ermittelt werden.

Evaluation der Kampagne "Risiko raus"

In 2010/11 wird die Gesetzliche Unfallversicherung, ihre Träger sowie der DVR die Präventionskampagne "Risiko raus" durchführen. Die Evaluation dieser Präventionskampagne wird vom IAG koordiniert und erfolgt auf acht verschiedenen Ebenen. Der Evaluation liegt ein Wirkungsmodell zu Grunde. Mehr zur Kampagne unter: www.risiko-raus.de

Anforderungsprofil für berufsgenossenschaftliche Dozenten

Fort- und Weiterbildung spielen in der Prävention eine große Rolle. Im Zentrum dieses Projektes stand die Frage, welche Anforderungen ein Dozent erfüllen sollte, um seine Tätigkeit bei einer Berufsgenossenschaft erfolgreich auszuüben. Nach der Methode der "Critical Incident Technique" wurde ein Anforderungsprofil mit insgesamt 13 Anforderungen festgelegt.

Sie können das Anforderungsprofil über Dr. Güler Kici, telefonisch unter 0351 457-1134 oder per  bestellen.

Schichtarbeit

Ökonomische und gesellschaftliche Veränderungen führen dazu, dass Arbeitszeiten immer weiter in die Abend- und Nachtstunden und Wochenenden ausgedehnt werden und somit immer mehr Beschäftigte von Schichtarbeit betroffen sind. Schichtarbeiter, insbesondere Nachtschichtarbeiter, leiden oft unter Schlafstörungen. Die Schlafstörungen wiederum können auch zu einer Reihe von unspezifischen gesundheitlichen Effekten führen. Hierzu gehören z.B. Konzentrationsschwäche, vorzeitige Ermüdung und Magenbeschwerden. Verschiedene Studien diskutieren, ob Schichtarbeit an der Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Brustkrebs und psychischen Störungen beteiligt ist. Die drei Institute der DGUV, IPA, IFA und IAG sowie der Präventionsstab tragen derzeit den aktuelle Wissensstand zusammen. Die Erkenntnisse sollen so rasch wie möglich in die Regelwerke der BGen und UKen integriert werden.

Work-Life-Balance: Wie gelingt die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben?

Für die Gesundheit der Beschäftigten spielen nicht nur die direkten Arbeitsbedingungen eine Rolle, sondern auch die Frage, wie gut sich Beruf und Privatleben miteinander vereinbaren lassen. Mit Hilfe einer Literaturstudie stellt das IAG den bisherigen Wissenstand zu dieser Frage dar. Zudem wurde anhand einer Online-Befragung untersucht:
• welche Auswirkungen die zunehmende Flexibilisierung der   Arbeitszeiten auf die Gesundheit der Berufstätigen hat,
• ob flexible Arbeitszeiten zu einer Zunahme der   Mitarbeiterzufriedenheit führen und
• wie die Familienfreundlichkeit bestimmter Arbeitszeitmodelle zu   bewerten ist.
Aus den Ergebnissen der Literaturstudie und der Befragung sollen nun mögliche Ansätze zur Förderung der Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben und somit auch zur Vermeidung psychischer Belastungen abgeleitet werden.

Arbeitsplätze für ältere Arbeitnehmer gestalten

Nach einer Analyse der tatsächlich vorhandenen physiologischen Veränderungen beim Älterwerden wurden die spezifischen Gefährdungen für Ältere zusammengestellt. Aus diesen Erkenntnissen entstanden Hinweise (PDF-Datei, 116 KB) für Arbeitsplätze älterer Arbeitnehmer, die deren besondere Bedürfnisse berücksichtigen. Die wichtigsten Ergebnisse:

  • Grundlage ist eine gute Gestaltung nach arbeitswissenschaftlichen und ergonomischen Kriterien. Zusätzlich sind nur wenige spezielle Maßnahmen erforderlich, um den Arbeitsplatz an die Bedürfnisse der Älteren anzupassen.
  • Nicht überraschend: Die gute Gestaltung dient auch jüngeren Arbeitnehmern. Sie erhöht die Arbeitssicherheit und ist gesundheitsförderlich.

Musterarbeitsplätze im IAG veranschaulichen diese Erkenntnisse praktisch.

Arbeitsunfälle verhindern: Ursachen von Stolpern, Rutschen, Stürzen

Viele Verletzungen an Arbeitsplätzen in der Wirtschaft entstehen durch das Stolpern, Ausrutschen oder Stürzen. Um diesen Unfällen effektiv vorbeugen zu können, müssen die Ursachen dafür bekannt sein. Das Projekt beschäftigte sich daher mit der Frage, wie die Unfälle entstehen können.

Bei Untersuchungen auf der Basis einer Literaturanalyse zeigt sich, dass vor allem der Bodenbelag bzw. die Oberfläche und die Beleuchtung Unfallursachen darstellen. Hinsichtlich der Personenfaktoren hängt das Unfallgeschehen mit dem Geschlecht und dem Alter und auch der Erfahrung zusammen. Insgesamt sind es aber weniger die Personenfaktoren, sondern vor allem technische Mängel, die bei der Entstehung von SRS-Unfällen eine Rolle spielen. Diese Erkenntnis ist wichtig für die Ableitung von Präventionsmaßnahmen.

Aus- und Weiterbildung im Arbeitsschutz: internationale Qualitätsstandards entwickeln

Das IAG entwickelte im Rahmen von ENETOSH Kompetenzstandards für Dozenten und Trainer im Arbeitsschutz. Die Kompetenzstandards decken sowohl das Feld des Arbeitsschutzes als auch das Feld der allgemeinen Dozentenqualifikation ab. Die Standards sollen als Grundlage für eine europaweite Verständigung über die Qualifikationsanforderungen für Dozenten und Trainer im Arbeitsschutz dienen.

Balanced Scorecard für den Arbeitsschutz nutzen

Das Management von schwer monetär zu erfassenden Faktoren des Unternehmenserfolgs ist vor allem in den 90er Jahren in Instrumente der Unternehmensführung integriert worden. Mit der Balanced Scorecard liegt hierzu ein praxistaugliches Instrument vor. Für ihre Entwicklung müssen sich die Führungskräfte eines Betriebes darüber verständigen, welche Faktoren es letztlich sind, die den Markterfolg des Unternehmens sichern. Zur Basis des Unternehmenserfolges gehören neben vielen anderen auch ein ungestörter Betriebsablauf sowie gesunde und motivierte Mitarbeiter. Damit eröffnet sich dem betrieblichen Arbeitsschutz die interessante Möglichkeit, Ziele für Sicherheit und Gesundheitsschutz in ein Instrument der Unternehmenssteuerung aufzunehmen.

Das IAG hat im Rahmen des Projektes CCall der Verwaltungs-Berufsgenossenschaft eine Balanced Scorecard (PDF, 499 kB) (PDF-Datei, 499 KB) für Call-Center entwickelt. Im Rahmen des Projektes QdP - Qualität in der Prävention haben wir das Konzept der Balanced Scorecard außerdem auf die Evaluation der berufsgenossenschaftlichen Präventionsdienstleistungen übertragen.

Betriebliche Störungen und Gesundheitsschutz: Instrumente zum Bewerten und Kontrollieren

Betriebliche Störungen, beispielsweise durch Personalausfall, defekte Maschinen oder Fehler in der Arbeitsplanung, führen oft zu unsicheren Situationen und damit Gefahren für die Beschäftigten. Bei organisatorischen Mängeln wird dies besonders deutlich: Werden Arbeitsmittel nicht zur richtigen Zeit am richtigen Ort bereitgestellt, entsteht Zeitdruck. Die Beschäftigten müssen dann improvisieren, verfallen in Hektik und nutzen unter Umständen ihre persönliche Schutzausrüstung nicht. Das Projekt fragte deshalb, wie der Erfolg der Störungsprävention erfasst werden kann.

Im Ergebnis stehen dafür nun mit dem iga-Report 6 Instrumente bereit, so etwa eine Checkliste zum Erfassen nicht finanzieller Störungsfolgen. Daneben gibt es in Form einer Exceldatei ein einfaches Instrument der Ausfallkostenkalkulation, um Stillstandszeiten der Produktion zu bewerten. 2011 wurden Report und Ausfallkostenkalkulator aktualisiert.

Ergonomische Anforderungen an Multifunktionsstellteile bei Erdbaumaschinen

An Erdbaumaschinen werden vermehrt Multifunktionsstellteile (MFST - ähnlich einem Joystick am Computer) auch zur Steuerung sicherheitsrelevanter Funktionen eingesetzt. Dabei können neben den Grundfunktionen mehrere zusätzliche Funktionen, die z. B. durch Taster oder Schalter betätigt werden, auf dem MFST angeordnet sein. Ab wann werden es zu viele? Die zentrale Frage des Projektes war deshalb: Wie viele Funktionseinheiten auf einem MFST kann ein ausgebildeter Maschinenführer bewältigen, um die Maschine - auch in kritischen Situationen, z.B. im Gefahrenfall - sicher und zuverlässig zu bedienen?

Der Projektbericht kann in der Publikationsdatenbank heruntergeladen werden.

Straßenverkehr sicherer machen: Wirkung von Head-Up-Displays

In einer Studie wurde mit dem stationären BG/DVR-Fahrsimulator des IAG - Institut für Arbeit und Gesundheit überprüft, ob sich Head-Up-Displays positiv auf das Fahrverhalten auswirken.

Internetseiten für ältere Beschäftigte optimieren

In diesem Projekt wurde der Frage nachgegangen, wie Internetseiten für ältere Arbeitnehmer gestaltet sein sollten. Internetseiten zu Arbeitsschutzthemen wurden beispielhaft mit Hilfe des Blickverfolgers, einer subjektiven Bewertung und eines Fragebogens untersucht. Um das Verhalten älterer und jüngerer Arbeitnehmer vergleichen zu können, wurden Daten von 20 jüngeren und von 20 älteren Personen erhoben. Entgegen der Erwartung zeigt sich, dass es kaum signifikante Unterschiede zwischen älteren und jüngeren Personen beim Umgang mit den Internetseiten gibt.

Manipulation von Schutzeinrichtungen an Maschinen

Viele Unfälle an Produktionsmaschinen mit Personenschaden entstehen durch gezielte Manipulationen an den Sicherheitseinrichtungen. Das Ausmaß und die Gründe für solche Manipulationen wurden in einem gemeinsamen Projekt des BGIAs und des IAGs untersucht.

Der Projektbericht kann auf den BGIA-Seiten eingesehen und heruntergeladen werden.

Nacht- und Schichtarbeit: Empfehlungen zur Lage und Dauer der Arbeitszeit

Von den knapp 40 Millionen Erwerbstätigen in Deutschland arbeiteten im Mai 2000 rund 2,7 Millionen ständig oder regelmäßig nachts. Das sind etwa sieben Prozent. Die Relevanz des Themas Nacht- und Schichtarbeit für den Arbeitsschutz ergibt sich aus dem biologischen Rhythmus des Menschen. Der menschliche Organismus kann sich zwar begrenzt an veränderte Bedingungen gewöhnen. Es ist aber davon auszugehen, dass bei einer unüblichen Arbeitszeit die Unfallgefahr zunimmt. Untersuchungen zur Veränderung der Leistung zeigen, dass diese nachts tendenziell schlechter ist als tagsüber.

Mit einer Literaturanalyse wurden Empfehlungen zur Gestaltung von Nacht- und Schichtarbeit abgeleitet, damit die Folgen für die Betroffenen gering bleiben.

Optische Täuschungen: für den Arbeitsschutz nutzen?

Optische Täuschungen wirken sich auf die visuelle Wahrnehmung aus. So werden z. B. Abstände falsch eingeschätzt oder Elemente für unterschiedlich groß gehalten, obwohl sie gleich groß sind. In diesem Projekt wurde überprüft, ob sich ein einzuhaltender Sicherheitsabstand von einer Maschine durch eine optische Täuschung beeinflussen lässt und diese dafür genutzt werden kann, das sichere Verhalten von Personen zu fördern.

Die Befunde liefern erste Hinweise, dass sich optische Täuschungen für Maßnahmen des Arbeitsschutzes nutzen lassen.

Präventionsziele: Entwicklung einer Vorgehensweise

Durch gezielte Maßnahmen in der Prävention sollen deutlichere Erfolge erreicht werden. Präventionsziele ermöglichen zudem eine bessere Überprüfung des präventiven Handelns. In einem Projekt der Initiative Gesundheit und Arbeit wurde deshalb gemeinsam mit dem BKK Bundesverband und dem AOK-Bundesverband eine Methode entwickelt, wie Präventionsziele erarbeitet werden können. Dabei wird ein Daten gestütztes Vorgehen durch Expertenwissen ergänzt.

Die Methode wurde inzwischen in verschiedenen Kontexten angewandt. Ein Video stellt die Vorgehensweise kurz vor.

Psychische Belastungen bei der Arbeit: Ausmaß, Stellenwert und betriebliche Relevanz

In diesem Forschungsprojekt der Initiative Gesundheit und Arbeit (iga) wurde mit einer Befragung untersucht, wie Arbeitsschutzexperten das Thema "Psychische Belastungen" beurteilen. Insgesamt wurde den arbeitsbedingten psychischen Fehlbelastungen ein hoher Stellenwert zugewiesen. Als Merkmale, die zu psychischen Fehlbelastungen werden können, wurden am häufigsten "Zeitdruck", "schlechtes Führungsverhalten" sowie "Arbeitsplatzunsicherheit" genannt. Als Maßnahmen, die sich bei der Reduzierung arbeitsbedingter psychischer Fehlbelastungen bewährt haben, wurden auf der Organisationsebene am häufigsten "partizipativer Führungsstil", "Transparenz" sowie "Optimierung von Arbeitsbedingungen und Arbeitsorganisation" angegeben. Auf der Personenebene waren es "Maßnahmen zur Verbesserung der kommunikativen und sozialen Kompetenz", "Stressbewältigung" sowie "konstruktives Denken und positives Selbstwertgefühl".

Die Ergebnisse stehen als iga-Report 5 einschließlich des Anhangs mit dem Datenmaterial der Befragung zur Verfügung.

Seilunterstütztes Retten und Bergen aus Höhen und Tiefen

Im Rahmen des Projekts ermittelten wir gemeinsam mit mehreren Partnern die physischen und psychischen Belastungen und Beanspruchungen bei seilunterstützten Rettungs- und Bergungsvorgängen. Auch Aspekte der Arbeitsorganisation und des Arbeitsablaufes bei Rettungen wurden berücksichtigt. Im psychologischen Teil des Forschungsprojekts betrachteten wir die Persönlichkeit des Retters hinsichtlich Kontrollüberzeugungen, Stressverarbeitungsmechanismen sowie seinen akuten Beanspruchungen während der Rettung. Ziel des Projektes ist unter anderem, Kriterien für die Auswahl und Ausbildung von Rettern abzuleiten.

Eine ausführliche Darstellung erfolgte in einem Artikel der Zeitschrift "die BG" 10/2007.

Bildungstransfer: den Erfolg von Qualifizierung messen

Das IAG entwickelte zum Bildungstransfer einen Fragebogen, der erfasst, ob und in welcher Weise die Teilnehmer von Seminaren oder Veranstaltungen im Arbeitsschutz etwas in ihrem Unternehmen anwenden konnten. Außerdem kann mit dem Fragebogen ermittelt werden, welche hinderlichen und förderlichen Bedingungen es für das Anwenden des Gelernten gibt.

Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit von Präventionsmaßnahmen verbessern: Qualität in der Prävention

Wie wirksam sind die Präventionsdienstleistungen der Berufsgenossenschaften wie Beratung, Information, Ermittlung und Überwachung? Wie beeinflussen sich einzelne Präventionsdienstleistungen gegenseitig? Wie kann die Qualität der berufsgenossenschaftlichen Arbeit verbessert werden? Diese und weitere Fragen beantwortet das Projekt QdP - Qualität in der Prävention. Es dient unter anderem dazu, die personellen und finanziellen Ressourcen der Berufsgenossenschaften besser einzusetzen, und zeigt den Betrieben, dass sich Arbeitsschutz in vielen Fällen auch betriebswirtschaftlich lohnt.

Unfalldaten in der Holzbranche - nach Alter ausgewertet

Ältere Arbeitnehmer werden seltener krank als jüngere. Wenn sie aber ausfallen, dann im Durchschnitt für einen längeren Zeitraum. Das zeigen sowohl die Daten der Krankenkassen als auch die Berufsunfall-Statistiken der Berufsgenossenschaften. Unterscheiden sich auch die Unfallursachen hinsichtlich des Alters der Arbeitnehmer? Unfalldaten der Holz-Berufsgenossenschaft wurden hinsichtlich der unfallauslösenden Gegenstände und des Alters der Verunglückten ausgewertet. Dabei zeigte sich in einer ersten Analyse: Nicht die Älteren verunglücken häufiger in den Betrieben der Holz-BG, sondern die Jüngeren. Unabhängig von den Arbeitsmitteln und der Branche in der Holzwirtschaft besteht für Versicherte im Alter bis 25 Jahre das höchste Unfallrisiko.  Die Ergebnisse sind ausführlich im Mitteilungsblatt holzinfo "Oldie but Goldie?" der Holz-Berufsgenossenschaft dargestellt.

Mobile IT-gestützte Arbeit gestalten

Heute hier - morgen dort. Immer mehr Menschen arbeiten mobil, d.h. mit wechselnden Einsatz- und Arbeitsorten. Traditionelle Gefährdungsbeurteilungen reichen möglicherweise nicht, um Gefährdungen, denen mobil Beschäftigte ausgesetzt sind, zu erkennen. Mit dieser Problematik beschäftigen sich BGIA und IAG in einem Gemeinschaftsprojekt. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenbank (BGIA1097).

Erkennbarkeit von Sicherheitszeichen

Immer wieder wird diskutiert, bei welcher Zeichengröße und welchem Sehabstand Sicherheitszeichen erkannt werden. Der Fachausschuss Sicherheitskennzeichnung hat deshalb das IAG beauftragt, die Erkennungsweiten von Sicherheitszeichen zu untersuchen. Hierzu werden Sicherheitszeichen in verschiedenen Größen und Sehabständen vorgegeben und anschließend überprüft, wann die Versuchspersonen die Kennzeichen gut und wann sie sie nicht mehr gut erkennen können.

Belastungs-Check für Lehrer in NRW

Der Lehrerberuf gehört zu den Berufen, die in besonderem Maße mit psychischen Belastungen verbunden sind. Ein umfangreicher Fragebogen zur Beurteilung von Arbeitsinhalten, Arbeitsorganisation, Mitarbeiterführung und sozialen Beziehungen (BAAM) misst psychische Belastungen. Um seine Anwendbarkeit zu erhöhen wurde er auf den so genannten Kurz-Check Fragebogen gekürzt. In einem ersten Schritt wurde der Kurz-Check am BAAM validiert, d.h. es wurde festgestellt, dass dieser das Gleiche misst, wie der BAAM. In einem zweiten Schritt wurde der Einsatz des Kurz-Checks auf seine Handhabbarkeit überprüft. Im Allgemeinen sind die Ergebnisse zufriedenstellend. An einigen Stellen wird das Verfahren nachjustiert, um es noch anwendungsfreundlicher zu gestalten.

Von der Werbung lernen

Zur wirksamen Gestaltung von Präventionsmedien gibt es wenige wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse. Die Werbewirkungsforschung verfügt dagegen über sehr viel mehr Erfahrung. Doch sind deren Erkenntnisse auf die Prävention übertragbar?
Das Fazit der Studie lautet: Ja, man kann die Erkenntnisse aus der Werbewirkungsforschung nutzen, wenn man einige spezielle Anforderungen der Prävention berücksichtigt. Diese sind im iga-Report 18dargestellt. Der Bericht enthält außerdem empirisch belegte Gestaltungshinweise.

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