Warum sind Gummihandschuhe nicht in jedem Fall "dicht"?

Handschuhe ohne textiles Innenfutter werden in der Regel aus chemisch veredelten Kautschukrohstoffen hergestellt. Je nach Veredelung entstehen dabei z. B. Fluorkautschuke, Chlorkautschuke oder Nitrilkautschuke, die jeweils unterschiedliche Eigenschaften haben und eine unterschiedlich wirksame Barriere gegenüber Chemikalien bieten. In den Beständigkeitstabellen, die heute zu jedem Chemikalienschutzhandschuh geliefert werden, können die Fähigkeiten (Beständigkeit, Durchbruchzeit von Chemikalien, etc.) der Schutzhandschuhe abgelesen werden. Fluor-, Chlor-, und Nitrilkautschuk haben in der Regel eine höhere Beständigkeit als nicht veredeltes Latex (Naturkautschuk).  

Gummihandschuhe mit textilem Innenfuttern werden in der Regel im Tauchverfahren mit Kautschuken beschichtet. Da einzelne Fasern später aus der Beschichtung herausragen können, bieten diese Schutzhandschuhe zumeist keinen Chemikalien-schutz. Da hier durch einzelne durchtretende Fasern bereits eine Penetration von Chemikalien möglich ist.