Welche Unterschiede bestehen zwischen Schutzhelmen nach DIN EN 397 und DIN EN 50365?

Industrieschutzhelme nach DIN EN 397 sind in erster Linie dazu bestimmt, dem Benutzer Schutz vor "fallenden Gegenständen und deren Konsequenzen wie Gehirnverletzung und Schädelbruch zu bieten". Erfüllt der Helm zusätzlich die optionale Anforderung "Elektrische Eigenschaften" bietet er auch Schutz bei kurzfristigem, unbeabsichtigtem Kontakt mit spannungsführenden Teilen mit Wechselspannungen bis zu 440V. Schutzhelme, die diese Zusatzanforderung erfüllen, dürfen keine Belüftungsöffnungen aufweisen.

Im Anwendungsbereich der DIN EN 50365 hingegen wird zum Ausdruck gebracht, dass diese Norm für elektrisch isolierende Helme zum Arbeiten an unter Spannung oder in der Nähe unter Spannung stehender Teile bis Wechselspannung 1000 V (AC) oder Gleichspannung 1500 V (DC) gilt. Bei Verwendung mit anderer elektrisch isolierender PSA verhindern sie eine gefährliche Körperdurchströmung durch den Kopf. Schutzhelme nach DIN EN 50365 dürfen unter bestimmten Voraussetzungen Belüftungsöffnungen haben.