Spitzengespräch der KMK und der DGUV fordert "Mehr Sicherheit im und durch Schulsport"

Deutschlandweite Initiative in den kommenden Jahren

Die Kultusministerkonferenz (KMK) und die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) haben sich in ihrem 29. Spitzengespräch im August 2017 für eine bundesweite Initiative zur nachhaltigen Erhöhung der "Sicherheit im und durch Schulsport" ausgesprochen.

Zur Vorbereitung dieses Beschlusses wurde vor einem Jahr unter Leitung des DGUV Dachverbandes eine gemeinsame Projektgruppe eingesetzt, an der drei Vertreter aus den Schulministerien in Brandenburg, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen und drei Mitarbeiter der DGUV teilnehmen. Zwei Sportwissenschaftler, Prof. Dr. Albrecht Hummel (TU Chemnitz) und Prof. Dr. Horst Hübner (Universität Wuppertal), wurden ebenfalls in die Projektgruppe berufen und haben zwischenzeitig ein umfangreiches Grundlagenpapier (PDF, 811 kB) erarbeitet. Die Projektgruppe soll nun auf Wunsch des KMK-DGUV-Spitzengesprächs evidenzbasierte Arbeitspakete entwickeln und die Implementierung begleiten.

Die zu entwickelnden Maßnahmen zur Unfallprävention sowie zur Sicherheits- und Gesundheitfsörderung im Schulsport sollen sich sowohl an die Schulleitungen und die Fachlehrkräfte als auch an die Lehreraus- und Lehrerfortbildung richten. Auch die vorhandenen Lehrpläne, Schulprogramme und vorhandenen Unterrichtsmaterialien sollen in den Blick genommen werden. In den kommenden Monaten sollen erste Arbeitspakete in der DGUV-/KMK-Projektgruppe ausgearbeitet werden, die u.a. eine Stärkung der innerschulischen Evaluations- und Präventionskultur anstreben.

Die Wuppertaler Forschungsstelle "Mehr Sicherheit im Schulsport" wird ihre langjährigen Erfahrungen im Bereich der schulsportlichen Unfallforschung und Sicherheitsförderung mit in die deutschlandweiten Initiativen einbringen.