Disability Manager

Vorteile für die Gesellschaft

Mitarbeiter in einer Formgießerei

Mitarbeiter in einer Formgießerei
Bild: © HVBG/Senn

Immer weniger Beitragszahler zahlen in die Sozialsysteme. Frühverrentung wird in Zukunft kaum mehr bezahlbar sein. Disability Management bringt Entlastung.

Die Zahl der erwerbsgeminderten Personen in Deutschland liegt bei fast zwei Millionen Menschen. Das sind rund 2,5 Prozent der Bevölkerung. Sie verursachen im Vergleich zu Arbeitnehmern, die im Erwerbsleben geblieben sind, Mehrkosten in Höhe von zehn Milliarden Euro pro Jahr allein an Krankenbehandlung sowie Rentenzahlungen in einer Größenordnung von über 20 Milliarden Euro.

Hier eröffnet sich eine gewaltige Chance für die früh einsetzende Rehabilitation: Wenn gesundheitlich eingeschränkte Arbeitnehmer bis zum regulären Rentenalter im Erwerbsleben bleiben können, anstatt mit durchschnittlich 50 Jahren verrentet zu werden, sind sie nicht auf Unterstützungsleistungen angewiesen, die über Sozialabgaben finanziert werden. Im Gegenteil: Sie bleiben noch 15 Jahre lang Einzahler in die Sozialsysteme.

Ältere Arbeitnehmer werden künftig dringend gebraucht

Durch den demographischen Wandel wird sich die Zahl der Erwerbspersonen vom Jahr 2000 bis 2040 um rund ein Viertel reduzieren. Das heißt: Die Erwerbsbevölkerung wird spürbar älter. Deutschland liegt bei der Beschäftigungsquote älterer Erwerbstätiger hinter anderen europäischen Ländern zurück. Die Bundesregierung hat jedoch das ehrgeizige Ziel, hier bis 2012 zu den Spitzenreitern in Europa zu zählen.

Das bedeutet: Auf dem Arbeitsmarkt der Zukunft werden zunehmend ältere Menschen tätig sein - und durch die Anhebung der Altersrente auf 67 Jahre länger als bisher. Dies ist nur möglich, wenn ihre Gesundheit und Arbeitskraft mit Hilfe von Disability Management erhalten und gefördert wird.

Quellen:
Institut für Prävention und Gesundheitsforschung an der Universität Duisburg-Essen
Uwe G. Rehfeld: Gesundheitsbedingte Frühverrentung, in: Schleswig-Holsteinisches Ärzteblatt 9/2006
Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung