Welche Fristen sind einzuhalten?

  • 1. Wann kann ich meine Stammdaten abrufen?

    Der Abruf der Stammdaten ist für Nutzer von Entgeltabrechnungsprogrammen frühestens ab dem 1. November für das folgende Meldejahr möglich.

    Beispiel: Der Stammdatenabruf für das Meldejahr 2018 ist frühestens ab 01.11.2017 möglich.

    Je frühzeitiger die Stammdaten abgerufen werden, desto einfacher ist die Meldung des digitalen Lohnnachweises im Folgejahr. Der Stammdatendienst im UV-Meldeverfahren sieht vor, dass Arbeitgeber bzw. deren Dienstleister die Entgeltabrechnung am Anfang eines Jahres auf die Abgabe des digitalen Lohnnachweises vorbereiten.

  • 2. Wann muss ich meinen jährlichen Lohnnachweis digital spätestens eingereicht haben?

    Der gesetzlich festgelegte Meldetermin für den Lohnnachweis digital ist der 16. Februar des Folgejahres.

    Hier ein Beispiel: Der Lohnnachweis digital für das Meldejahr 2018 muss spätestens bis zum 16.02.2019 erstattet werden.

    Hinweis:

    Während der Übergangsphase (Meldejahre 2016/2017) ist die Abgabe des herkömmlichen Lohnnachweises im Online-, Papier- oder Fax-Verfahren weiterhin bis zum 11.02. des Folgejahres erforderlich.

  • 3. Wann muss ich Korrekturen zu bereits gemeldeten Lohnnachweisen melden?

    Korrekturen zu bereits gemeldeten Lohnnachweisen müssen Sie unverzüglich melden. Vor der Korrektur ist die bisherige Meldung zu stornieren.

  • 4. Wann muss ich unterjährige Lohnnachweise absenden?

    Unterjährige Lohnnachweise müssen Sie mit der letzten Entgeltabrechnung bzw. spätestens sechs Wochen nach Eintritt des Ereignisses übermitteln.

    Gründe hierfür sind: Einstellung des Unternehmens, Insolvenzeröffnung, Beendigung einer meldenden/abrechnenden Stelle, Beendigung aller Beschäftigungsverhältnisse oder andere Sachverhalte (z.B. Übergang eines Unternehmens oder eines Unternehmensteils auf einen Nachfolger).

    Beispiele finden Sie in der Beschreibung zum UV-Meldeverfahren (PDF, 146 kB) (Link zur Broschüre)

  • 5. Was ist beim Wegfall einer meldenden/abrechnenden Stelle (z.B. bei Wechsel des Steuerberaters) zu beachten?

    Fällt eine meldende/abrechnende Stelle eines Unternehmens weg, hat diese den Lohnnachweis innerhalb von sechs Wochen nach dem Wegfall mit dem Meldegrund UV06 abzugeben.

    Dies gilt insbesondere für den Fall, dass der Unternehmer seinen Steuerberater wechselt. Auch dann, wenn es möglich ist, die Personaldaten von dem Entgeltabrechnungsprogramm des alten Steuerberaters auf das Entgeltabrechnungsprogramm des neuen Steuerberaters zu übertragen, ist zu beachten, dass sich die Betriebsnummer der abrechnenden Stelle (BBNRAS) ändert. Hat der alte Steuerberater daher bereits vorab einen Stammdatenabruf für das betreffende Meldejahr durchgeführt, hat er diesen zu stornieren.

    Unabhängig davon, wann der Lohnnachweis mit dem Meldegrund UV06 beim Unfallversicherungsträger eingeht, fließt er zum regulären Umlagezeitpunkt in die Beitragsberechnung ein. Das heißt, das Unternehmen erhält keinen vorgezogenen Beitragsbescheid.

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