• Kinder auf Fahrrädern

Verkehrssicherheit in Bildungseinrichtungen

Schon Kleinkinder haben von Natur aus eine große Bewegungsfreude und wollen vom ersten Tag an ihre Umwelt entdecken. Sie sind neugierig, erfinderisch und voll kreativem Tatendrang. Bereits im Kindergartenalter machen sie die Erfahrung, dass Mobilität und Bewegung nicht nur auf laufen und rennen beschränkt sind. Fortbewegungsmittel wie Dreirad, Laufrad, Roller gewinnen an Bedeutung. Im Laufe der Grundschulzeit ist es vor allem das Fahrrad, das den Kindern eine zunehmend eigenständige Mobilität ermöglicht und speziell als Schulwegverkehrsmittel in den Fokus rückt.

Kinder, Jugendliche und Studierende nehmen auf dem Weg in eine Kindertageseinrichtung, Schule oder Hochschule aktiv am Straßenverkehr teil, egal ob zu Fuß, mit dem Fahrrad, Auto, Bus oder der Bahn. Laut Statistik der DGUV sind bundesweit jährlich gut 100.000 Unfälle auf dem Weg zur oder von der Einrichtung zu verzeichnen. Circa 50 % der Schulwegunfälle ereigneten sich im Straßenverkehr. Darin sind 25.000 bis 30.000 Unfälle mit dem Fahrrad enthalten. Die Radunfälle liegen damit weit vor anderen Formen der Verkehrsbeteiligung. In den letzten Jahrzehnten hat sich der öffentliche Verkehrsraum stark verändert. Das ist für alle Beteiligten mit großen Herausforderungen verbunden.

Das Sachgebiet Verkehrssicherheit in Bildungseinrichtungen entwickelt, fördert, unterstützt und begleitet Projekte und Maßnahmen zur Reduzierung von Mobilitätsrisiken von Versicherten in Bildungseinrichtungen. Hierzu gehört die Förderung einer modernen Mobilitätsbildung von Kindern in Kindertageseinrichtungen, Schülerinnen und Schülern der allgemein- und berufsbildenden Schulen und Studierenden sowie der Beschäftigten, die über das bloße Vermitteln von Verkehrsregeln und das Einüben des „richtigen“ Verhaltens hinausgeht. Aktuelle Forschungsergebnisse werden ebenso berücksichtigt wie Erkenntnisse der DGUV und ihrer Mitglieder.

Das Sachgebiet möchte:

  • für Mobilitätsrisiken sensibilisieren
  • eine eigenständige, umweltgerechte und gesunde Mobilität unter Berücksichtigung des Inklusionsgedankens stärken
  • die Eigenverantwortung für eine sichere Verkehrsteilnahme stärken, Einsicht in die Notwendigkeit von Regeln schaffen und Regelwissen verbessern
  • Verkehrssicherheit in bestehenden Organisationsstrukturen von Bildungseinrichtungen etablieren
  • Unfallversicherungsträger und deren Ansprechpartner zur Verkehrssicherheit beraten und bei der Umsetzung unterstützen
  • Unfälle auf dem Weg zur Bildungseinrichtung und zurück sowie bei Exkursionen reduzieren

Zentrale Themenfelder des Sachgebietes sind:

Leiterin des Sachgebietes

Sabine Bünger
Unfallkasse Nord
Seekoppelweg 5 a
24113 Kiel
Telefon: 0431 6407 407