Deutsch-brasilianischer Kooperationsvertrag unterzeichnet

mehrere Personen klatschen Beifall

Dr. Stefan Zimmer (DGUV, Mitte) und Paolo Dias de Campos (CBSSI, Rechts) bei der Unterzeichnung des deutsch-brasilianischen Kooperationsvertrages am 25. Mai 2011 in Sao Paolo

"Brasilien benötigt ein effizientes, umfassendes Rehabilitationssystem", so Paolo Dias de Campos, Direktor des brasilianischen Zentrums für Sicherheit und Gesundheit CBSSI. Ein wichtiger Schritt in diese Richtung ist das Kooperationsabkommen des CBSSI mit der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung, das am 25. Mai 2011 in Sao Paolo unterzeichnet wurde. Das Abkommen sieht die gemeinsame Projektarbeit und die gegenseitige Unterstützung bei der Verfolgung gemeinschaftlicher Ziele vor, wie die Reduktion von Muskelskeletterkrankungen und psychischen Arbeitsbelastungen sowie die Förderung der beruflichen Reintegration nach einem Arbeitsunfall oder einer Berufskrankheit. Brasilien hat unter anderem großes Interesse an deutschem Forschungs-Know How und will im Austausch hierfür den Zugang zu umfangreichen Expositionsdaten besonders belastender Arbeitsplätze eröffnen. Da in Deutschland - mangels derart belastender Arbeitsplätze in großer Zahl - keine vergleichbaren Daten erhoben werden können, hat auch die deutsche Arbeitsschutz- und Rehabilitationsforschung im Interesse deutscher Versicherter und Unternehmen Bedarf an einer derartigen Zusammenarbeit. Mit ihren Unterschriften brachten auch die brasilianische Regierung und die ibero-amerikanische Vereinigung für soziale Sicherheit (OISS) ihre Unterstützung des Abkommens zum Ausdruck.