Einführung einer Unfallversicherung in Bangladesch

Zusammenarbeit der DGUV mit dem bangladeschischen Arbeitsministerium

mehrere Personen beim Vertragsabschluss

Dr. Gregor Kemper (DGUV), Hr. Srinivas B Reddy (ILO-Landesdirektor Bangladesch), Hans-Joachim Fuchtel (Parlamentarischer Staatssekretär BMZ), Dr. Annette Niederfranke (ILO-Landesdirektorin Deutschland)

Am 24. April 2013 ereignete sich der schwerste Fabrikunfall in der Geschichte Bangladeschs. Beim Einsturz des Rana Plaza Fabrikgebäudes wurden 1130 Menschen getötet und 2440 verletzt. Seither steht die Textilproduktion in Bangladesch im Focus der Weltöffentlichkeit.

Vom 7. bis 9. Dezember 2014 nahm der Leiter des DGUV Stabsbereichs Internationale Beziehungen, Dr. Gregor Kemper, an einer Delegationsreise unter der Leitung des Parlamentarischen Staatssekretärs Hans-Joachim Fuchtel (BMZ) nach Dhaka (Bangladesch) teil. In Dhaka haben das bangladeschische Arbeitsministerium, die DGUV und die GIZ einen Kooperationsvertrag unterzeichnet. Im Vordergrund steht der Wissenstransfer. Als erster Schritt ist ein Studienaufenthalt von Beschäftigten des Arbeitsministeriums bei der DGUV geplant.

Bangladesch ist weltweit der zweitgrößte Textilproduzent hinter China und die Bundesrepublik nach den USA der zweitwichtigste Exportmarkt des Landes. In der bangladeschischen Textilindustrie arbeiten ca. 3,8 Millionen Beschäftigte.