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Web 2.0
Das Web 2.0 wird oft auch als "Mitmach-Web" bezeichnet. Damit sind neue Technologien gemeint, die es den Nutzern möglich machen, die Inhalte des Internets nicht nur zu konsumieren, sondern aktiv mit zu gestalten. Durch die an Software-Versionen angelehnte Zählung wird das Web 2.0 von einem angeblichen Web 1.0 abgegrenzt, in dem nur wenige Personen bzw. Institutionen für die Inhalte des Web verantwortlich sind.
Herkunft des Begriffs
Der Begriff wurde zum ersten mal im Dezember 2003 in einem amerikanischen Fachmagazin für IT-Manager in diesem Sinne benutzt. Als "Erfinder" des Begriffs gelten Dale Dougherty (O'Reilly-Verlag) und Craig Cline (MediaLive), die eine Konferenz zu diesem Thema vorbereiteten, die im Oktober 2004 als erste "Web 2.0-Konferenz" stattfand und seitdem jährlich abgehalten wird.
Nutzungsbeispiele
Aus Nutzersicht werden dem Web 2.0 die folgenden Internet-Anwendungen zugerechnet:
- Wikis - Webseiten, die von Nutzern frei erstellt und modifiziert werden können
- Weblogs - Das Tagebuch im Internet. Die von einem festen Autorenkreis verfassten Einträge können von den Lesern mit beliebigen Kommentaren versehen werden.
- Soziale Netzwerke - Die sozialen Beziehungen im Internet. Auf der Basis persönlicher Profile werden Informationen ausgetauscht werden (Communities).
- Social-Bookmarks - Austausch und gemeinsame Nutzung persönlicher Linksammlungen.
Technik
Aus technischer Sicht wird unter Web 2.0 eine Reihe von Methoden verstanden, die bereits in den 90er Jahren entwickelt wurden, aber erst mit der Breitbandnutzung des Internets zum Tragen kamen. Dazu gehören:
- RSS/Atom - Abonnentendienste, mit denen Informationen zwischen Websites ausgetauscht werden können.
- AJAX u.a. - Damit können Web-Anwendungen wie herkömmliche Desktop-Programme genutzt werden.
- Webservices - Programmierschnittstellen, die einen automatisierten Datenaustausch zwischen einzelnen Webdiensten ermöglichen (z. B. Einbindung von Google-Maps auf der eigenen Seite).
Kritik am Begriff
Der Begründer des WWW, Tim Berners-Lee, hält den Begriff Web 2.0 für einen "Jargonausdruck, von dem niemand weiß, was er wirklich bedeutet". Außerdem ist er der Ansicht, dass das "neue Netzverständnis" bereits dem "Web 1.0" zugrunde lag und das ursprüngliche Internet bezeichnet.
Von anderen Kritikern wird bemängelt, dass der Begriff Web 2.0 nur die konsequente Weiterentwicklung des Internets verallgemeinert, bzw. als Marketingbegriff mit unscharfen Inhalten herhalten muss.
Darüber hinaus gibt es Befürchtungen, dass durch die Nutzerbeteiligung und die damit verbundenen persönlichen Daten das Nutzerverhalten für Marketingstrategien Verwendung finden.
Quelle Die Inhalte orientieren sich an dem Artikel Web 2.0 in der Wikipedia.

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Webcode:
d33978